Svenja Weber: „Alles ist machbar. Bis etwas dagegen spricht“
Shownotes
Themen dieser Episode:
- Was das Dialoghaus Hamburg wirklich ist und welche Überraschungen es bereithält
- Burnout als Wendepunkt: Was Svenja Weber über Erschöpfung, Achtsamkeit und das Nein-Sagen gelernt hat. Und warum sie den Job trotzdem angenommen hat
- Sozialunternehmen und Systemwandel: Warum Projektförderung strukturell nicht ausreicht und was Hamburg als Social Entrepreneur City jetzt verändern kann
- Der neue Standort 2028
- Svenja Webers Laufstrecken-Tipp
Über DER HAMBURGER
DER HAMBURGER ist das vierteljährliche Coffee-Table-Magazin – opulent, mit den schönsten Fotos. Hamburg und seine Menschen, so wie man sie selten sieht. Wenn Dir dieser Podcast etwas bedeutet – eine Fünf-Sterne-Bewertung auf Deiner Lieblingspodcastplattform macht den Unterschied, wie oft er gefunden und gehört wird. Unterstütze und bewerte uns. Kontakt & Feedback Fragen, Themenideen oder Anmerkungen sende gern an: hello@soundsandpods.studio
Links:
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Impressum: Host & Konzept: Regine Marxen | Redaktion: Regine Marxen, Der Hamburger | Sounddesign: Stefan Endrigkeit / Sounds and Pods Hamburg | Cover Art Direction: Laura Matamoros
Transkript anzeigen
00:00:00: Ich brauche Utopien, weil ich glaube dass wir Zukunft gestalten können und das es ganz viele Dinge gibt an denen wir uns aufhalten können.
00:00:08: Also klar Kriege!
00:00:10: Es gibt ganz viele negative Dinge die uns beeinflussen und trotzdem hat jeder von uns eine Kraft und gemeinsam sind wir eben noch stärker.
00:00:19: Das heißt ich glaube in erster Linie dass wir Dinge erreichen können.
00:00:24: Moin moin Hamburg.
00:00:33: Svenja Weber, Geschäftsführerin des Dialoghauses Hamburg und Social Impact Managerin.
00:00:39: Mein Gast in dieser Folge – ich bin Regina Marksen!
00:00:42: Das ist der Podcast
00:00:43: für alle
00:00:44: die hinter Hamburgs Fassaden blicken und wissen wollen was das für Menschen sind, die diese Stadt gestalten und voranbringen.
00:00:52: Und mit dem Zitat, dass ihr gerade gehört habt, setzen wir schon mal den Vibe für dieses Episode.
00:00:59: Zeit für gute Nachrichten.
00:01:01: Ja, meine Lieben!
00:01:02: Es wird positiv und dass du
00:01:05: zuhörst
00:01:06: ist schon mal die erste gute Nachricht.
00:01:10: Worum geht's?
00:01:11: Um das wir, das Miteinander um Krise und Bewältigung – um das Dialoghaus in der Hamburger Speicherstadt.
00:01:18: Das gemeinnützige Unternehmen gibt es bereits seit, du kennst es vielleicht durch die Ausstellung Dialog im Dunkeln.
00:01:26: Hier findest Du keine klassischen Exponate sondern erlebst Alltagssituationen in Dunkelheit oder Stille also Du schlüpfst in die Haut von Menschen, die See- oder Hörbeeinträchtig sind.
00:01:38: Svenja Weber hat die Geschäftsführung übernommen.
00:01:42: Davor war sie unter anderem für wir bewegen Kids oder das Geld hängt an den Bäumen tätig.
00:01:49: Die zweifache Mutter übernahm diesen Job zu einem Zeitpunkt, an dem es dem Dialoghaus nicht gut ging – nicht zuletzt die Pandemie hatte's an den Rand des finanziellen Ruins getrieben.
00:02:00: Allein siebenhunderttausend Euro Corona-Kredite mussten zurückgezahlt werden!
00:02:06: Die Kosten stiegen, die Besucherzahlen gingen zurück.
00:02:09: Richtig übel!
00:02:11: Svenja Weber trat auf die Bremse und führte das Haus in und durch die Planinsolvenz.
00:02:17: Heute ist das Haus schuldenfrei und blickt positiv in die Zukunft – und die bleibt aufregend.
00:02:22: Das Gebäude am alten Wandrahmen in der Speicherstadt muss saniert werden.
00:02:26: Die Ausstellung soll ins Erdgeschoss des Ex-Parkhauses große Reichenstraße ziehen und das bereits.
00:02:35: Nun ist Svenja Weber kein Mensch, der Business as Usual sucht.
00:02:38: Sie mag das gestalten – die Veränderung!
00:02:42: Aber im Jahr zwei Tausend neunzehn erlitt sie ein Burnout.
00:02:44: Es hat sich viel Kraft gekostet, dass zu überwinden.
00:02:47: Sie ist damit sehr offen umgegangen.
00:02:49: Und als ich das bei meiner Recherche über sie las, fragte ich mich wieso hat diese Frau den Geschäftsführer-Posten beim Dialoghaus damals angenommen?
00:02:58: Wohlwissend was da auf sie zukommt… denn die Zahlen kannte Und dass das anstrengend werden könnte, wusste sie auch.
00:03:07: Hättest du das gemacht?
00:03:09: Auf ihrem rechten Unterarm hat sie ein Tattoo – da liest man warum sie das getan hat!
00:03:16: Du erfährst in dieser Episode außerdem was genau das Dialoghaus eigentlich ist wie es arbeitet und was Hamburg als Social Entrepreneur City jetzt verändern kann.
00:03:26: Ein Tipp für die perfekte Laufstrecke am Morgen bekommst du auch gleich mitgeliefert.
00:03:31: Und wir schauen in die Zukunft.
00:03:32: Alles ist machbar bis etwas dagegen spricht.
00:03:37: Bevor wir loslegen, eine Bitte in eigener Sache!
00:03:42: Dieser Podcast ist Teil vom Magazin der Hamburger.
00:03:45: Im großen Format zeigt und erzählt es Hamburg und seine Menschen, wie man es selten sieht.
00:03:51: Das Magazin erscheint fittejährlich – du hältst das am Kiosk im Abo oder online!
00:03:56: Wenn Du unseren wöchentlichen Newsletter noch nicht kennst, Kulturempfehlung, exklusive Inhalte direkt ins Postfach dann ist jetzt ein ziemlich guter Moment ihn kennenzulernen.
00:04:05: Einfach anmelden kostenlos.
00:04:07: den Link findest Du in den Shownotes Und wenn Dir dieser Podcast Etwas bedeutet, bewährt uns doch.
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00:04:18: Für dich dauert es dreißig Sekunden – für uns und vor allen Dingen für unsere Gäste macht das den Unterschied wie oft dieser Podcast gefunden und gehört wird.
00:04:27: Wir brauchen Dich, wir brauchen Deine
00:04:30: Unterstützung.".
00:04:31: Und jetzt geht's in die Speicherstadt im Svenja Weberes Büro mit Blick auf das Fled.
00:04:37: draußen tutet eine Bakasse….
00:04:39: Die Sonne scheint.
00:04:40: Gerade haben wir uns noch einen Kaffee besorgt im Café, im Erdgeschoss und es wirkt alles wirklich ziemlich entspannt.
00:04:47: Svenja!
00:04:48: Wie war dein Tag bisher?
00:04:51: Auch ich hatte heute ein ganz inspirierenden Tag.
00:04:54: Wir sind dabei an der Machbarkeit zu arbeiten.
00:04:57: fürs neue Haus kommen wir vielleicht nachher auch nochmal drauf Und hab mit meinem Team heute wieder Teamsetzungen gehabt.
00:05:04: also Ich gehe eigentlich motiviert raus und Stück für Stück gucken wir in die Zukunft.
00:05:10: Dass es diesen Ort gibt, das ist ja eigentlich gar nicht so selbstverständlich.
00:05:13: Weil es gab eine Krise, es gab einen Planinsolvenz Es gab Reste Lasten aus Corona, es wurden hohe Kredite aufgenommen Und gleichzeitig klar brachen die Besucherzahlen ein und die Kosten stiegen Ein Ungleichgewicht, dass euch dann in den Jahr zwanzig fünfundzwanzig eingeholt hat.
00:05:36: Wie ist denn der Stand jetzt?
00:05:38: Also, heute bist du in einem Haus.
00:05:44: Wir haben sozusagen was Schulden freies und das ist das Ziel gewesen im Prinzip ein Fundament zu setzen, was in die Zukunft blicken kann eine Organisation zukunftsfähig zu machen.
00:05:57: Und das war der Grund warum wir damals die Entscheidung getroffen haben.
00:06:01: Heute sind wir neu filmiert, wir haben Teilbetriebe übernommen und dürfen wieder inhaltlich arbeiten, schuldenfrei und in die Zukunft gerichtet.
00:06:15: So einfach war die Schose nicht
00:06:17: oder?
00:06:18: Nein!
00:06:19: Es war glaube ich für keinen Akteur einfach.
00:06:23: es war eine sehr herausfordernde Zeit sowohl für die Mitarbeitenden als auch für alle Stakeholder.
00:06:31: wir haben glaube ich aber mit sehr viel Zuspruch Support mit sehr viel Zuversicht ein, wie ich finde, Weg gewählt.
00:06:47: Der eben Zukunft überhaupt ermöglicht hat.
00:06:50: Wir haben Mitarbeitende übernommen und können so sozusagen unsere Formate weiter anbieten Und haben aber keine Altlasten übernomen die uns hindern.
00:07:01: Ich vermute das mal So.
00:07:03: Ja Wie viele Mitarbeiter habt ihr heute?
00:07:08: Musste dir reduzieren, hattet ihr vorher mehr?
00:07:10: Ja.
00:07:10: Wir hatten Anfang twenty-sechsundneinzig, haben dann reduziert auf seventy- sechs und sind jetzt wieder an Köpfen gestiegen.
00:07:21: Du hast dich ja früh entschieden im Sozialen Bereich zu arbeiten.
00:07:25: Du warst unter anderem bei Das Geld Hängt an den Bäumen also jetzt seit zwanzig glaube ich hier an diesem Ort.
00:07:33: Wie schmerzhaft ist es, wenn solche Projekte auf einmal bedroht sind für dich?
00:07:38: Also ich glaube grundsätzlich dass wir gemeinnützige Sozialunternehmen als Wirtschaftssäule anders betrachten sollten oder das wäre mein Wunsch.
00:07:49: Ich glaube eine gewisse Systemveränderung ermöglicht Organisationen die gesellschaftlich eine Relevanz haben und wirken also Schäden beheben würde Organisation stabilisieren.
00:08:04: Das Thema, das man immer auf der Suche nach Geld ist so kann ich es vielleicht sagen habe ich seitdem ich im sozialen Unternehmertum arbeite weil es immer zumindest bei hybridengeschäftsmodellen wie unseres zum Beispiel oder das Geld in einem Bäumen oder wir bewegen Kids da war ich auch.
00:08:23: Da kreiert man Formate die man anbietet also eigene Leistungen für die man bezahlt wird Und gleichzeitig gibt es einen Teil der Wirkung, die einfach gar keine Leistung und Gegenleistung ist.
00:08:39: Ich glaube darum geht es das systematisch sich anzugucken und nicht nur Projektförderungen anzubieten sondern wirklich zu gucken.
00:08:47: welche wirtschaftliche und gesellschaftliche Relevanz oder Stabilität geben eigentlich diese Sozialunternehmen oder Organisationen eigentlich der Stadt der Gesellschaft den Unternehmen, welche Probleme lösen sie eigentlich?
00:09:00: Und da ein anderes Miteinander, ich glaube das wäre ein Wunsch.
00:09:05: Insofern, ich kenne ja das Thema auf der Suche nach Geld schon seit Anfang an.
00:09:12: Ich bin auch als ich hier reingegangen bin Ende zweiundzwanzig kannte ich die Zahlen.
00:09:18: es war kein wirtschaftlich gesundes Unternehmen insofern ich hatte keine Angst ich hatte Respekt davor wie wir das hinbekommen.
00:09:25: Und dass wir dann die Entscheidung getroffen haben, in die Insolvenz zu gehen war einfach zu dem Zeitpunkt wo wir gemerkt haben das wir mit allen Partner und Partnerinnen die wir hatten nicht mehr runter kommen von diesen Schulden.
00:09:40: Das heißt es gab eigentlich nur einen Entweder wir schließen oder wir retten etwas und dann auch gleich in die Zukunft.
00:09:48: unter welchen Voraussetzungen ist das möglich?
00:09:53: Wahl oder das notwendige Mittel, was wir gewählt haben.
00:10:00: Du hast sehr oft Zukunft gesagt
00:10:01: in deinem kurzen
00:10:02: Gespräch.
00:10:03: Man merkt schon, du bist ein Mensch der vorausschaut.
00:10:05: Da ist so eine gewisse Energie im Raum.
00:10:10: Was hat dich bewogen ausgerechnet hier anzudocken?
00:10:15: In diesem Unternehmen
00:10:17: habe ich mir diese Frage gestellt ... Also klar, ich habe mir die Frage gestellt bevor ich ja gesagt habe.
00:10:24: Aber ich hab mir das angeguckt und ich habe einfach gesagt dass... Ich fand die Aufgabe spannend.
00:10:31: Nachfolge von Andreas Heinecke von dem Gründer also die Nachfolgen.
00:10:37: Ich glaube, dass es das Dialog im Dunkeln oder Dialogformate auf jeden Fall geben muss.
00:10:45: Als ich hier die erste Male drin war und das Team kennengelernt habe, seitdem weiß ich, dass jeder Arbeitsplatz der hier ist einfach eine Wertschöpfung.
00:10:56: Das heißt nicht nur für die Person, die einen Arbeitsplatz hat hier sondern auch für jeden Besucher, für jede Besucherin, die hier reinkommt geht mit etwas raus.
00:11:04: Und ich glaube, dass man mit dieser Organisation etwas bewirken kann.
00:11:10: Die Internationalität hat mich auch gereizt.
00:11:13: Das waren alles so Komponenten, wo ich gesagt habe irgendwie wird es funktionieren.
00:11:18: Ich wusste noch nicht genau wie?
00:11:20: Ich hatte ein paar Ideen und Ansätze aber bin ja auch nicht alleine Und ich glaube darum geht das ja auch immer zu gucken Im Team was machen wir Wie kann es aussehen?
00:11:31: Zu lernen man geht nach vorne ist funktioniert nicht man geht wieder zurück.
00:11:35: Man muss es neu denken.
00:11:37: Ich denke häufig in allianzenden Partnerschaften
00:11:40: Wie war das am Anfang
00:11:41: Für dich.
00:11:42: Ich glaube am Anfang habe ich mir mehr Gedanken gemacht, ob ich etwas richtig oder falsch mache.
00:11:46: Also ich bin hier im Anfang ... ich weiß gar nicht wenige getroffen haben aber ich bin reingegangen und gesagt Hallo!
00:11:52: Ich bin Svenja und wie schön dass wir uns jetzt sehen.
00:11:56: und dann zum Abschluss nochmal sehen wir uns nachher.
00:11:58: So und ich habe mir überlegt darf ich das so sagen?
00:12:02: Also einer blinden Person, einer sehbindenden Person sehen wir So, und das was ich gemacht habe ist einfach... Ich hab gelernt dass für mich ist es hier ein Geschenk weil ich kann alle Gedanken die ich habe teilen in einem Raum.
00:12:17: Und können sagen sie mal wie mache ich denn das am besten oder wie begegne ich dir?
00:12:21: Oder wie empfindest du das wenn das und das passiert?
00:12:23: Das heißt für mich is das hier wie so'n Lernenort den ich eben auch mit rausnehme.
00:12:31: also achte anders auf Menschen denen ich begegner.
00:12:36: einfach diese Unsicherheiten fällt manchmal nicht in der Begegnung von anderen.
00:12:44: Ich bin zum Beispiel, ich würde wahnsinnig gerne Gebärdensprache können.
00:12:48: Hab es bis heute noch nicht geschafft?
00:12:50: Immer noch nicht!
00:12:51: Nein immer noch nicht.
00:12:53: Ich hab's auf jeden Fall auf meiner Bucketlist to do-Liste... Und was ich aber gelernt habe, ist das es nicht darum geht Gebärdensprache zu sprechen.
00:13:01: Sondern tatsächlich dass wir trotzdem offen in einen Dialog gehen.
00:13:07: und wenn es nur wie du sagst Gästik Mimik.
00:13:12: Wenn ich eine Idee habe Was könnte jetzt Wie könnte das in Gebärden sein?
00:13:16: Es ist nicht weit voneinander entfernt manchmal So, und es geht einfach nur in die Verbindung zu gehen.
00:13:23: Ich glaube das ist ... Wie gehe ich mit einem anderen Menschen in die Verbindung?
00:13:28: Und da lerne ich auch noch jeden Tag also...
00:13:30: Dann ist das etwas was du von Natur aus mitbringst diese Bereitschaft auf Menschen zuzugehen und vielleicht eine gewisse Empathie, eine Dialogfähigkeit?
00:13:39: Ich würde jetzt sagen ja.
00:13:41: Woher kommt das?
00:13:44: Kann nicht, woher kommt sowas!
00:13:46: Ich kann es dir nicht genau sagen aber ich finde es bereichernd.
00:13:53: Also ich ziehe Energie aus Begegnungen und ich glaube ganz fest daran, dass wir stärker sind gemeinsam.
00:14:05: Und dazu gehört das Ich offen bin für andere Perspektiven, für andere Kulturen.
00:14:13: ja offen zu gehen auf andere Menschen.
00:14:18: Manchmal ist das ja etwas, was man vielleicht in Kindheit und Jugend schon gelernt hat.
00:14:22: Wo es irgendeine Blauprause gab?
00:14:24: Wie war das bei dir vielleicht so?
00:14:27: Und wenn kann ich mich leider nicht erinnern?
00:14:30: Also ... Ich glaube, es hat was mit Charakter oder ... Ich kann das gar nicht genau sagen.
00:14:35: Für mich ist es wie gesagt eine Bereicherung auf Veranstaltung zu gehen oder neue Menschen kennenzulernen.
00:14:42: Natürlich gibt es bei mir auch manchmal zu viel.
00:14:45: Da muss ich mich rausnehmen Dann ist es zu viel, aber grundsätzlich glaube ich ... Ich kann dann gestalten.
00:14:56: Also, ich kriege neue Impulse, Dinge kommen zusammen.
00:15:00: Wenn jemand was erzählt, denk ich mir, Mensch das kann man doch mit dem zusammenbringen und wieso hat der noch nicht mit dem geredet?
00:15:07: Und so geht das in meinem Kopf.
00:15:10: Das ist für andere vielleicht anstrengend, aber für mich ist das tatsächlich bereichernd!
00:15:19: Ein Garten der Ideen, wenn man so möchte in diesem Kopf.
00:15:23: Nun hat dieser Kopf ja aber auch ... Der ist ja auch mal an seine Grenzen gekommen?
00:15:26: Ja!
00:15:27: Du hast vor einigen Jahren über deinen Burnout gesprochen öffentlich und du hast das als Wendepunkt
00:15:32: beschrieben
00:15:33: im Gesprächen die ich gelesen habe.
00:15:35: Und ich hab mich gefragt, als du hier angedockt bist und dann diese Planinsolvenz begleitet hat Bist du da auch an deiner mentalen Grenzen vielleicht an eine psychischen Grenzmodel gekommen.
00:15:49: Du sagst, oh das ist jetzt gefährlich?
00:15:51: Ich würde nie sagen dass es gefährlich.
00:15:53: aber wenn man einmal in Bernhard war was im Nachgang für mich ein Geschenk war Aber lernt man sich besser einzuschätzen.
00:16:03: Das heißt ich treffe Entscheidungen bewusster Bin auch nicht in allem gut aber immer wird besser Und ich realisiere schneller Erschöpfung.
00:16:19: Das hat mir geholfen, aber gar nicht nur in dem Inservenzzeitraum sondern auch in allen anderen Bereichen.
00:16:31: Wenn man diese Erschöfffungen spürt, dass man dann einfach schneller einen Ausgleich geht und so kann man das besser balancieren.
00:16:40: Das ist das, was ich für mich gelernt habe.
00:16:43: Also Sport zum Beispiel oder wenn ich einen Tag habe der wo ich nicht so gut funktioniere dann erlaube ich mir zwei Stunden etwas anders zu machen und dann wieder reinzugehen weil ich ja auch keine nine to five Arbeitszeiten habe.
00:16:58: also ich arbeite wenn ich wie soll ich das sagen?
00:17:03: Ich habe keinen Privat- und Arbeitsleben geht glaube ich bei mir manchmal ineinander über.
00:17:08: Du bist nicht die Work-Life Balance Frau.
00:17:11: Dadurch, dass mein Beruf eher meine Berufung ist, ist immer die Frage.
00:17:17: Ist ganz
00:17:17: gefährlich.
00:17:18: aber eigentlich?
00:17:19: Das weiß ich gar nicht genau weil ich glaube wenn man eine gute Balance hinbekommt.
00:17:24: also ich gehe manchmal mit meinen Kindern zum Beispiel Frühstücken morgens wenn andere das nicht tun würden.
00:17:29: Arbeiter arbeiten aber Samstagabend oder Sonntagmorgen Wenn meine Kids noch schlafen.
00:17:34: Also ich glaube es geht immer darum wann kannst du gut arbeiten?
00:17:39: Und es geht immer darum, Aufgaben zu schaffen und nicht Zeiten zu schaffen.
00:17:45: Das ist so meine Idee von
00:17:47: Arbeiten.".
00:17:50: Du hast gesagt das war ein Grundeingeschenk des Burnouts, dass du später gemerkt wie genau... Was genau ist denn das Geschenk?
00:17:57: Dass dir da in dieser ersten auf dem ersten Blick nicht schön Verpackung geliefert worden ist
00:18:04: Also ein Burnout ist zu dem Zeitpunkt, wo man es hat.
00:18:07: Überhaupt gar kein Geschenk.
00:18:08: Nein!
00:18:09: Ich habe damals konnte ich nicht mehr aufstehen.
00:18:12: irgendwann und das ist schon ein Gefühl wenn du dauerhaft immer funktionierst und immer denkst dich kann nichts umhauen dann ist das ganz schwierig.
00:18:24: Was ich gelernt habe für mich ist was mich anstrengt Weiß wo ich gute oder schlechte Energien habe.
00:18:35: Ich weiß, wo ich meine Kraft einsetze oder auch nicht und ich kann mich besser abgrenzen.
00:18:41: Ich sage auch manchmal nein mittlerweile.
00:18:44: Auch ein Learning und halte aus dass mein Gegenüber mich dann vielleicht nicht so gut findet.
00:18:50: also noch kleine Schritte die einem helfen einfach auf sich selber zu achten.
00:18:58: Also mehr Achtsamkeit.
00:19:01: Und zu den Ritualen gehört dann, du hast es angedeutet wahrscheinlich Sport.
00:19:05: Welche Sportart betreibst du denn?
00:19:07: Ich gehe gerne laufen und ab und zu gehe ich ins Gym.
00:19:10: Was ist deine Lieblingslaufstrecke?
00:19:12: das finde ich immer spannend.
00:19:13: Leute sagen sie laufen gerne.
00:19:14: da hat man tolle Tipps gelegentlich.
00:19:16: Ich laufe immer Heinz Park und dann Richtung Ohlsdorf und auf der anderen Seite wieder zurück.
00:19:21: Das ist morgens eine Strecke.
00:19:23: sind so forty fünf Minuten nicht zu viel los und super schön am Wasser.
00:19:29: Hörst du dabei Dinge oder lässt du deinem Hirn freiraum?
00:19:33: Nee, ich höre Dinge.
00:19:37: Ich höre nicht Dinge so und ich höere Musikstücke!
00:19:40: Hast du einen Künstler, der dich immer glücklich macht?
00:19:42: morgens?
00:19:43: Oh
00:19:43: mein Gott, habe ich einen Künder.
00:19:46: Jetzt oute ich mich.
00:19:47: Meine Tochter sagt mir, oh Gott, Mami ist da.
00:19:49: Also ich bin wahnsinniger Fan der achtziger Jahre und das höre ich dann rauf und runter.
00:19:55: Ja,
00:19:57: die biedert
00:19:59: vielfältig.
00:20:01: Da denkst
00:20:01: du so was wie Alfa will oder bist du?
00:20:05: Ja ich mag auch deutsche ... Ach ja also...
00:20:10: Jetzt nimm dir die Pleasure, da überlegst du was du hier preisgebst.
00:20:16: Also meine Tochter würde sagen oh Mama dein Musikgeschmack ist unterirdisch.
00:20:21: Ja aber ich kann dir sagen ich bin total glücklich wenn ich mit meiner Schwester Karaoke singe und wirklich
00:20:36: Das finde ich aber total vertretbar.
00:20:37: Also die Achtziger Jahre auch Karaoke mich macht, singen auch, gibt es ja auch Studien.
00:20:41: Singen macht wahnsinnig glücklich und befreit.
00:20:44: Karaoke geht dir dann in die Taioase?
00:20:46: Oder wie macht
00:20:47: ihr das zu Hause im Wohnzimmer?
00:20:50: Ich war auch schon ein paar bei der Taioaze.
00:20:53: Aber vor allem machen wir es, glaube ich im Wohnzimmer.
00:20:56: Wir hatten mal eine Idee, dass wir die Taioase dunkel machen und dann Karo Okim Dunkeln wäre auch nochmal ein Format.
00:21:04: aber ja...
00:21:06: Was glaubst du?
00:21:07: Wie lange ist deine Liste dieser Ideen diesen Kopf schlummert, die irgendwann vielleicht mal in die Realität wollen?
00:21:14: Hast du da noch einen Überblick?
00:21:16: Ich glaube die Ideen, die in die wollen oder die in die Realität kommen, die kommen auch in der Realität.
00:21:23: Und vielleicht ist es bei mir so dass Ideen einfach aufpoppen und das ist dann so der Weg.
00:21:29: also das heißt ich habe die eine Idee die kann nicht eins zu eins umsetzen Dann braucht es Akteure die vielleicht nicht mitmachen und dann ist das so ein Weg bis bis dann das Ziel.
00:21:40: vielleicht das Ziel sieht gleich aus aber der Weg sieht anders aus.
00:21:44: Also ich hab Visionen und Ideen.
00:21:48: Dann der erste Weg sozusagen, der Weg ist.
00:21:54: Wie ich zum Ziel komme steht dann in den Sternen geschrieben.
00:21:59: Da ist es meistens nicht sondern meistens kommt irgendwas auf einen zu und dann nimmt man nochmal ein Umweg.
00:22:07: aber also Ideen habe ich ohne Ende.
00:22:09: Lass uns mal auf dich und Hamburg schauen.
00:22:11: du bist ja in Hamburg geboren.
00:22:13: Du wirst wo in Hamburg aufgewachsen?
00:22:15: In Wellingsbüttel
00:22:20: Unter anderem in Oxford gewesen, du bist dort zur Schule gegangen.
00:22:23: Ist das richtig?
00:22:24: In Australien, du hast den Kanala gelebt und jetzt bist du wieder hier.
00:22:28: Warum?
00:22:30: Die Frage verstehe ich gar nicht.
00:22:33: Ich hatte in Sydney ein Erlebnis.
00:22:36: Also früher dachte ich immer Gott, ich muss in New York leben!
00:22:38: Ich muss irgendwo anders leben weil ich fand Hamburg dann irgendwie langweilig.
00:22:43: So, dann saß ich in Sydney auf der Bridge mit Backpackern und jeder erzählte so von wo er herkommt.
00:22:49: Und es waren wirklich Menschen aus Hong Kong, New York, ganz unterschiedliche Länder... ...und dann guckten sie mich alle an und du und ich so nachher aus Hamburg!
00:22:58: Die Begeisterung für Hamburg oder das Interesse an Hamburg war genauso groß wie mein Interesse eigentlich an New York.
00:23:03: Das heißt, ich glaube da wo wir herkommen, das zu schätzen und das wirklich wahrzunehmen und es nicht zu vergleichen mit anderen Städten, wo man dann vielleicht immerhin müsste.
00:23:17: Das war so ein Moment, wo ich dachte was ist eigentlich Hamburg für mich?
00:23:21: Und da bin ich zurückgekommen vor allem weil meine Familie hier ist.
00:23:24: Ich bin einen sehr familienmensch.
00:23:27: Meine Freunde sind hier Wasser und ich finde einfach eine sensationelle Stadt.
00:23:34: also ich liebe diese Stadt einfach.
00:23:37: Ich fliege gerne oder ich fahre gerne irgendwo anders hin Aber ich komme sehr gerne immer wieder zurück.
00:23:44: Was auch so unterschiedlich?
00:23:46: Ja, was macht denn diese Stadt so sensationell?
00:23:48: Ich glaube es ist eine diverse Stadt wo es nicht schwarz-weiß, es geht so ineinander über.
00:23:56: Unterschiedliche Menschen, unterschiedliche Szenarien Gastronomie Kulturerlebnisse.
00:24:03: also das hat finde ich von allem etwas und es hat irgendwie sowas Hansiartisch ist.
00:24:09: Ich kann das gar nicht genau sagen, es hat nichts ... Es ist so... Wie nennt man das?
00:24:19: Es muss nicht nach draußen schreien was es ist und es ist einfach.
00:24:24: Du weißt du was ich meine?
00:24:25: Ja!
00:24:26: Also das Tor zur Welt die Hanse kann auch.
00:24:30: ganz viele Dinge verbinde ich irgendwie hier mit Bescheidenheit aber Qualität So
00:24:39: Du lebst im Winterhude inzwischen.
00:24:42: Was kann der Standteil besonders gut?
00:24:44: Damals galt es, einen Standort zu finden, wo direkt eine U-Bahn ist.
00:24:50: Das ist Hoodfalker Straße gegeben.
00:24:53: Wir haben ein Hund oder ich habe ein Hund.
00:24:56: D.h.,
00:24:56: der Park ist genau nebenan und ... Ich mag's weil man morgens im Rudi und Jogginghose was ich liebe einfach rausgehen kann und kein Interessiertes.
00:25:09: Und auf der anderen Seite hat man schöne Cafés, schöne Restaurants.
00:25:19: Es gibt schöne Orte einfach in Winterhude.
00:25:24: Läuft der Hund morgens mit?
00:25:25: Ja!
00:25:26: Der Hund läuft morgens mitten.
00:25:27: Was ist das für ein Tier?
00:25:31: Das ist ein Tierschutzhund aus Belarus und da ist ungefähr forty-fünf Zentimeter groß und ein Mischling.
00:25:39: ...
00:25:40: ist noch nicht ganz Kalb oder kleines Pony, aber doch ein größeres.
00:25:44: Genau!
00:25:44: Ein größeres ist aber auch im Bürohund kann nämlich nicht so gerne alleine sein.
00:25:48: Oder ist ungern alleine.
00:25:50: heute ist meine Tochter aus Köln, das heißt heute ist er nicht da... Aber ansonsten kennt jeder ihn hier im Bürow und ist wahrscheinlich schon mal mit ihm gassig gegangen.
00:26:00: Die Tochter von Kölner ist zwei Töchter?
00:26:03: Ich habe einen Sohn der ist fünfzehn und eine Tochter Die ist einundzwanzig.
00:26:07: Es
00:26:07: gibt ja mal so Glaubenssätze, die gibt man vielleicht gerne seinen Kindern mit auf den Weg?
00:26:11: Hast du einen, den du deinen Kids mit auf dem Weg gibst oder gegeben hast immer noch gibst?
00:26:17: Ja ich habe einen Vertrauen in deine Intuition und das ist es eine.
00:26:24: also dass wir viel mehr unsere Intuitionen vertrauen sollten und auf der anderen Seite Dass wir eigentlich alles haben um das zu tun was wir tun wollen.
00:26:35: Es gibt immer viele Argumente, warum etwas nicht geht.
00:26:39: Aber erst mal probieren und machen – also nicht so schnell aufgeben.
00:26:43: Das sind Dinge, die ich Ihnen mitgebe.
00:26:46: und darauf zu achten, dass es das ist was wir selber machen wollen und nicht was andere wollen.
00:26:50: Das ist glaube auch noch ein Thema.
00:26:52: Du hast deinen Schriftzug auf dem rechten Unterarm.
00:26:54: Was steht da?
00:26:56: Vertrau deinem Herzen!
00:26:57: Ja.
00:26:59: Ist so wie Vertrau deiner Intuition, weil ich glaube ganz häufig wissen wir schon was für uns gut ist oder haben Bauchgefühl und das leidet uns glaub ich eigentlich.
00:27:11: leider ist es schon sehr gut
00:27:13: aber es schon ganz gut auch sein Hirn mitzunehmen
00:27:15: klar es immer
00:27:17: ja
00:27:17: Herz und Verstand
00:27:19: herz und verstanden.
00:27:20: seit wann hast du diesen schriftzug?
00:27:21: Wenn ich jetzt sage, zweiundzwanzig.
00:27:25: Dann hat das
00:27:27: eine Aussage!
00:27:28: Man kann die natürlich auch überinterpretieren aber es hängt schon zusammen?
00:27:32: Ich glaube es hinkt mit einem nicht nur mit dem... Es hat immer privat und beruflich also miteinander zu tun.
00:27:39: Es gab so eine Veränderung und ich glaub dann war das für mich so ne Orientierung auf mein Bauch zu hören.
00:27:49: Du wirkst auf mich sehr positiv hast aber gesagt, du kennst es.
00:27:52: Dieses gerade für Sozialunternehmen dieses ich muss Geld suchen und dann kommen immer so diese Projektförderung dazu.
00:28:00: die sind dann zeitlich begrenzt.
00:28:01: da muss man mal wieder einen Förderantrag schreiben.
00:28:03: jeder einmal so ein Förder Antrag formuliert oder geschrieben hat weiß das ist ein painpoint macht sich das manchmal müde?
00:28:11: ja und was machst du denn
00:28:14: weiter?
00:28:17: Nein, ich tatsächlich bin nicht gerade wieder daran.
00:28:20: Also mein Ziel ist es wir sind ja eine global agierende gemeinnützige Sozialunternehmen und mein Ziel is es diese Organisation nachhaltig, wirtschaftlich und wirkungsvoll zu stabilisieren.
00:28:36: so und ich stelle mir jedes mal die Frage wie kann das aussehen?
00:28:40: Da alle, die in diesem Bereich arbeiten wissen dass man eigentlich nur planen kann.
00:28:46: Ich sage mal ein halbes Jahr einen dreiviertel Jahr.
00:28:49: viele Förderanträge hast du gesagt sind eben projektweise.
00:28:52: wenn ich sechs Anträge stelle zu einem Zeitpunkt weiß ich überhaupt gar nicht ob irgendeiner angenommen wird oder nicht Und so, glaub ich, gilt es für mich, mir immer wieder das System anzugucken und die Akteure.
00:29:07: Das heißt einmal die, die betroffen sind... ...und einmal die profitieren.
00:29:13: Und daraus etwas zu machen mit zum Beispiel der Social Entrepreneursity Hamburg ist.
00:29:18: jetzt hat Hamburg damit ein großen Schritt weitergekommen.
00:29:26: Das heisst systematisch zu gucken wie Sozialunternehmen als Wirtschafts-Säule als stabilisierende Wirtschaftssäule eigentlich mitgedacht werden können.
00:29:36: Und darum geht es mir so ein bisschen, das heißt ich versuche klar unsere Wirkung durch Stiftungen und Unternehmen für die wir Themen aufgreifen wie Fachkräftemangel.
00:29:49: Für die Stadt wo wir aufgreifend die arbeitslosen Quote von Menschen mit Behinderung geht gegebenenfalls runter oder sollte runter gehen.
00:29:59: Bildung, inklusive Bildung.
00:30:02: Das heißt dieser Themen die wir adressieren umzuwandeln in einen Wert und das so ein bisschen systematischer nicht nur für uns sondern auch für andere Sozialunternehmen selbstverständlich zu machen.
00:30:19: Ich glaube da muss ich noch was tun.
00:30:21: Nun auf der anderen Seite gibt es dann auf einmal so Nachrichten wie Hamburg bekommt eine neue Oper geschenkt sind das Momente wo man sich ja auch manchmal wo man nicht nur müde ist, sondern sich auch wirklich
00:30:31: ärgert.
00:30:33: Nein, tue ich tatsächlich... Ich ärger mich darüber nicht, weil ich glaube das ist ein Projekt.
00:30:40: Das ist kein Systemwandel und ich würde lieber gerne am Systemwandel arbeiten und wenn Herr Kühne dort eine Oper hinsetzen möchte dann wird das für Hamburg mit Sicherheit einen großen Mehrwert haben ob es dann touristisch gesehen ist wirtschaftlich gesehen schafft auch wieder Arbeitsplätze.
00:30:59: Also man kann sich darüber aufregen, es lohnt sich für mich einfach nicht.
00:31:04: Ich kann mich jetzt über die Oper aufrehen ich muss aber... Ich habe hier eine Organisation und im Gesamtkontext die Sozialunternehmen in Hamburg, die wir glaube ich stärken müssen und ich überlege dann eher wenn ich Herrn Kühne treffen würde keine Ahnung ein Euro jedes Ticket für die Oper geht in einen Wirkungsfonds für sozial Unternehmen in Hamburg.
00:31:25: also wie kann ich Dinge kombinieren.
00:31:29: Wie kriege ich Profit plus Haltung?
00:31:32: Wie denke ich?
00:31:32: nicht, Systeme unterschiedlich da ist das Sozialunternehmertum hier die profitorientierte Wirtschaft sondern wie kann ich aus den Zielen wir für Hamburg haben und wir wollen ja Hamburg wirtschaftlich stabil haben aber nicht nur wirtschaftliche Stabilität sondern auch gesellschaftlich stabil.
00:31:48: Das heißt wie kommen wir eigentlich von dem großen Ziel und welcher Akteure braucht es eigentlich die Allianbeitrag dazu leisten?
00:31:56: Und ich versuche immer so zu denken.
00:31:58: Ist diese Denkweise das, was du mit den Worten realistische Utopisten beschrieben hast?
00:32:05: Ich glaube, ich wollte mal ein Buch schreiben, das hieß Realismus Fax Idealismus.
00:32:11: Entschuldigung, diese Wörter!
00:32:12: Aber also mir geht es eigentlich darum, dass Utopien...ich brauche Utopie, weil ich zukunft...Ich glaube, dass wir Zukunft gestalten können Und dass es ganz viele Dinge gibt, an denen wir uns aufhalten können.
00:32:28: Also klar Kriege!
00:32:30: Es gibt ganz viele negative Dinge die uns beeinflussen und trotzdem hat jeder von uns eine Kraft und gemeinsam sind wir eben noch stärker.
00:32:40: Das heißt ich glaube in erster Linie das wir Dinge erreichen können und das macht vielleicht auch manchmal andere Leute ein bisschen wahnsinnig weil jetzt dann ja es gibt kein Nein Wir gucken jetzt erstmal wie wir gucken uns das jetzt mal an Und dann gibt es die Realität, die auf einen einprasselt.
00:32:57: Ich bin schon jemand, der sagt okay ich habe eine Idee, da muss ich erst mal gucken funktioniert das?
00:33:03: und wenn die Realitet mir aufzeigt dass ist eben einfach nicht so geht wie ich das mir vorstelle Dann bin ich durchaus auch in der Lage andere Entscheidungen zu treffen.
00:33:13: Das meine ich mit Realismus Der begegnet einem immer wieder und dann sagt man Okay Da wo ich hin möchte komme ich jetzt nicht hin.
00:33:22: also höre ich jetzt hier erstmal auf.
00:33:25: Heißt aber nicht, dass ich mich drei Mal später den Weg anders nochmal
00:33:28: aufgreife.".
00:33:30: Du hast als letztes habe ich gesehen und an den Anne-Marie Dosepreis verliehen bekommen?
00:33:35: Wie wichtig sind dir solche
00:33:36: Wertschätzung?".
00:33:38: Also ich glaube es ist für mich... Es ist nicht meine Kernkompetenz stolz zu sein auf mich kann man vielleicht sagen Ich glaube aber auch nicht das ich es alleine geschafft habe Und da hake ich vielleicht immer so ein bisschen.
00:33:50: Das heißt wenn ich so einen Preis bekomme ist der Preis für etwas, was ich nie ohne andere geschafft hätte.
00:33:57: Und das führt vielleicht immer dazu, dass ich diese Stolz sein habe in dem Sinne nicht oder fällt mir auch schwer.
00:34:06: Was würden denn enge Freunde über dich sagen?
00:34:08: Was wir in keiner Pressemitteilung lesen und so einfach über dich erfahren?
00:34:13: Was meinst du
00:34:14: also?
00:34:14: mit Sicherheit kreatives Chaos, wurden sie sagen?
00:34:17: Sie würden mit Sicherheit sagen loyal verbindlich Und wenn es eine Herausforderung gibt, oder wenn es irgendwas gibt was nicht gelöst werden kann dann würden sie mich anrufen.
00:34:34: Aber was sind so Sachen wo du sagst ey da bin ich echt richtig richtig schlecht drin so richtig schlecht?
00:34:40: Planen zum Beispiel also eben wie soll ich das jetzt sagen?
00:34:46: Strukturenprozesse sind gar nicht meins.
00:34:48: Das heißt, ich arbeite am liebsten wie in so einem Atelier.
00:34:51: Ich arbeite auf drei Projekten gleichzeitig oder drei Ideen gleichzeitig und dann hab' ich meistens so Flipcharts oder irgendwelche Wände, auf die ich irgendwas malen kann weil ich eben sehr visuell bin.
00:35:05: Und dann braucht es natürlich wenn ich da irgendwas hinkritzel, braucht es eine Übersetzung in ein manchmal auch Dokument was andere Menschen verstehen Und da bin ich immer sehr happy, dass es Menschen gibt, die das dann strukturieren können mit mir.
00:35:22: Um es in etwas zu bringen was auch in der Übersetzung in der Organisation funktioniert.
00:35:25: Dialog
00:35:26: im Dunkeln ist für mich total verhaftet hier in der Speicherstadt.
00:35:32: Aber... Hier wird saniert und dann müsst ihr leider gehen.
00:35:36: twenty- achtundzwanzig Wie sieht's denn da aus?
00:35:41: Gerade jetzt?
00:35:42: Also ich verbinde den Umzug vor allem mit einer Chance barrierefrei zu werden.
00:35:49: Ich glaube, dass wir uns grundsätzlich in der heutigen Zeit immer mal wieder darauf einstellen werden müssen, dass die Dinge wie wir sie gewohnt sind sich verändern werden und ich versuche – auch ganz fest an dem neuen Ort dran – eine absolute Chance ist.
00:36:08: Wir sind gerade in Ermachbarkeit, das hatte ich vorhin schon erwähnt.
00:36:13: Ein Parkhaus wollte er oberen.
00:36:14: Genau, wir erobern einen Parkhaus und schaffen ein Begegnungs- und Lernort eine Kultureinrichtung die wirklich an einen zentralen Punkt kommt nämlich die Domachse von der Stadt in die Hafencity Und ich glaube dass dieser Ort uns neue Möglichkeiten bietet.
00:36:37: Wir haben hier ca.
00:36:42: monitorisieren können.
00:36:43: So kann ich es jetzt sagen, viele Freiflächen und wir haben in den letzten fünfundzwanzig Jahren viel gelernt.
00:36:48: das heißt wir können an den neuen Ort gehen mit weniger Quadratmetern und können einfach unsere Format- und Interaktion noch mal optimierender dort entwickeln und reinsetzen Und wir können auch ganz viele andere Dinge vor Ort machen.
00:37:05: Vor allem ist es aber barrierefrei.
00:37:09: Wir haben nicht mehr die.
00:37:10: Wir müssen hier teilweise Menschen im Rollstuhl die Treppen hoch tragen, was heutzutage als Organisationen für Inklusion steht.
00:37:18: Eigentlich ist das schwierig.
00:37:22: Nicht nur schwierig, eigentlich ist es nicht vorstellbar.
00:37:27: Machbarkeitsstudie – wie weit ist denn das?
00:37:29: Wie realistisch ist denn die Utopie dort in dem Parkhaus das Dialoghaus zu positionieren?
00:37:39: Es ist natürlich verbunden mit, ich sag mal... Also unterschiedliche Akteure müssen glaube ich gemeinsam diese Idee umsetzen wollen.
00:37:51: Weil wir schaffen einen Ort der wie du eben saßt es ein Parkhaus derzeit.
00:37:56: Es bleibt ein Teil, bleibt ja auch Parkhaus.
00:37:59: das heißt sowas hat immer auch was mit Finanzierung zu tun.
00:38:05: Ich glaube, es wird ein ganz wundervoller Ort in Hamburg.
00:38:07: Kann das werden?
00:38:09: Aber es hängt natürlich auch davon ab ob das was wir in der Machbarkeit entwickeln oder dass was wir dann daraus entwickeln gemeinsam mit anderen Akteuren auch umsetzbar ist.
00:38:18: im Moment gehe ich davon aus ,dass wir das schaffen.
00:38:31: In diesem Ausmaße, die sich inzwischen über die Jahre entwickelt hat.
00:38:37: Jetzt auch nicht innerhalb von zwei Monaten geht.
00:38:40: Wie realistisch ist das Timing?
00:38:43: Das Timing hängt davon ab, dass hier die Keimer unserniert werden.
00:38:48: Wir haben einen gewissen Druck und die Akteure sprechen sich zeitlich immer wieder ab.
00:38:54: Ich gehe davon aus, dass es realistisches ist.
00:38:57: Aber wird noch mal ein Kraftakt oder ...
00:38:59: dem würde ich jetzt nicht widersprechen, aber wie du mich kennengelernt hast, glaube ich an die Dinge bis das Gegenteil bewiesen wird.
00:39:06: Und dann glaube ich daran dass es Lösungen gibt weil wir eben mit allen Akteuren einfach auch immer wieder im engen Austausch sind und dann werden wir uns eine Lösung überlegen.
00:39:19: wenn es heißt, achtundzwanzig neunzwanziger funktioniert nicht.
00:39:23: Bis Jetzt funktioniert es!
00:39:26: Lass es noch mal Appetit machen auf diesen Standorten.
00:39:29: Wie du schon sagst, wir sind ja noch an diesem Standort oder besser ihr.
00:39:33: Heute ist Montag im März ein sonniger Tag.
00:39:36: da hat das gute Stück hier
00:39:38: zu.
00:39:39: aber von Dienstag bis Sonntag
00:39:42: hat es offen
00:39:43: von wann bis wann?
00:39:44: Von zehn bis siebzehn Uhr.
00:39:45: Und es gibt mittlerweile auch andere Öffnungszeiten.
00:39:49: Jeden zweiten Donnerstag machen wir ein After-Work, wir haben Dinner in the Dark.
00:39:53: das ist immer am Donnerstag Freitags Samstag.
00:39:57: Insofern, es gibt genügend Möglichkeiten uns zu besuchen.
00:40:00: Ist es empfehlenswert vorher Karten zu sichern oder kann ist das eine Sache wo ich auch sagen kann?
00:40:06: Ich möchte spontan heute einfach mal mir das anschauen.
00:40:09: nochmal!
00:40:10: Also bei den Formaten Dialog im Dunkeln und Dinner in the Dark ist es immer, mit Sicherheit besser im Vorfeld zu gucken wann es Slots gibt.
00:40:19: Und sich Karten zu sichern.
00:40:21: Ansonsten haben wir auch immer Interaktionen hier im Haus die man spontan besuchen kann.
00:40:26: Wir freuen uns auf jeden.
00:40:28: Für Menschen die zum ersten Mal hierher kommen hast du einen speziellen Tipp?
00:40:31: Ich glaube, Dinner In The Dark ist etwas was auf jeden Fall jemand mal mitgemacht haben sollte.
00:40:41: Tja, wenn ich etwas empfehlen würde ist natürlich vielleicht beim ersten Besuch Dialog im Dunkeln.
00:40:46: Beim zweiten Besuch, Dialog am Stillen.
00:40:49: Beim dritten Besuch Dinner in the Dark und wenn ich dann noch in einem Unternehmen arbeite und ein Team führe, dann einen Workshop zu machen zum Thema Team- und Kommunikation mit still oder dunkel, dann wäre das jetzt meine Empfehlung!
00:41:05: Ich persönlich kenne Dialog im Dunkel, Dialog am Stillen kenn ich nicht.
00:41:08: Möchtest du noch kurz erzählen was dann Dialog und Stillen jetzt auszeichnet spezifisch?
00:41:11: Sehr gerne!
00:41:12: Wir haben also gehörlose Guides Und Du gehst als erhöhrender Mensch, bekommst du sozusagen Kopfhörer auf und gehst dann durch eine Ausstellung bis in einer non-verbalen Kommunikation wenn du so möchtest.
00:41:31: Wir vom Hamburger sind naturgegebenermaßen Hamburg verliebt und begeistert, deshalb noch ein zusätzlicher Werbeblock.
00:41:37: Ihr kommt auch zu den Unternehmen mit euren Workshops?
00:41:41: Ja,
00:41:42: wir haben eine mobile Ausstellung entwickelt zum Thema Behinderung und zum Thema Zusammenarbeit, zum Thema Integration in Arbeitskultur – und wir kommen auch in Unternehmen!
00:41:56: Und wenn wir jetzt nochmal in die Utopie schauen… Und in deinem Kopf und diese ganzen Pläne, die da lauern und wuchern.
00:42:07: Du hast schon gesagt, wenn ich einen Wunsch hätte am Anfang dieser Formulierung ... Ich möchte die noch mal aufnehmen!
00:42:11: Wenn du dem Universum ein Wunschen senden könntest und das Tolle ist, dieser eine Wunsche wird auch
00:42:16: wahr.
00:42:18: Welcher Wunsh wäre das?
00:42:20: Ich glaube, dass mein Wunssch aus den letzten dreizehn Jahren ist, dass gemeinte Organisationen für die Gesellschaft wirken dass sie aus immer wiederkehrenden existenziellen Herausforderungen kommen, um einfach in ihrer Aufgabe arbeiten zu können.
00:42:43: Und ich glaube das würde ich mir wünschen weil dann steht die Wirkung im Vordergrund und nicht die Finanzierung.
00:42:51: Das heißt nicht, dass ich nicht an Wirtschaftlichkeit glaube aber es heißt, dass sich mir das wünscht, denn dann können wir noch mehr gemeinsam an den Herausforderungen arbeiten.
00:43:04: gibt in Hamburg und Lösungen entwickeln.
00:43:13: Ja, bitte lasst das wahr werden!
00:43:16: Das ist ein Superwunsch, findet ihr nicht auch?
00:43:18: Ich hoffe du bist jetzt neugierig geworden auf das Dialoghaus hier in Hamburg.
00:43:22: ich packe dir auf jeden Fall den Link zur Homepage in die Shownotes damit du deinen Besuch dort besser planen kannst.
00:43:29: Und den link zum Hamburger zum Magazin und zum Newsletter findest Du dort auch und damit nähern wir uns dem Ende dieser Folge.
00:43:39: Grüße und Liebe gehen raus an unseren Sounds and Pots Post-Producer Stefan Endrichkeit, an Laura Matat-Morosch für das Coverartwork.
00:43:47: Und natürlich an Svenja Weber, dass sie sich die Zeit genommen hat für uns!
00:43:52: Wenn dir diese Folge gefallen hat dann empfehle Sie unbedingt weiter.
00:43:58: Empfehle sie Freundinnen und Freunden Familie, abonniere den Podcast Teile in.
00:44:03: Wir brauchen Dich und schreib uns bitte gerne Fragen, Themen, den Anmerkungen.
00:44:08: Wir freuen uns!
00:44:09: Mail hello at soundsandpots.studio.
00:44:13: Ich schicke euch beziecksweise, ich schreibe euch das in die Shownotes.
00:44:18: Wir freuen uns echt wenn wir von dir hören.
00:44:22: Wir hören uns wieder am fünften Juni.
00:44:25: In zwei Wochen serviert mein Kollege Boris Rogersch wie gewohnt kulinarischen Hörstoff.
00:44:30: Bleibt gesund und lasst dich nicht unterkriegen.
00:44:33: Ahoj
00:44:44: Dies ist eine Produktion von Sounds & Pods Hamburg, Studio für kreative Audioformate.
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