Pohlmann: „Ich versuche immer, für das Licht zu kämpfen."
Shownotes
Themen dieser Episode:
- Das neue Album (ab 28. August) und Songs wie „Anstecknadel", „Karre of Love" und „Endzeittourismus"
- Zwei Bandscheibenvorfälle, die OP und das mühsame Danach
- Der Ausstieg aus dem Major-System und ein Crowdfunding als Vertrauensbeweis
- Der frühe Tod seines Bruders und Musik als Heilung und Reinigung
- Zwischen Revoluzzer und Harmoniesucht: Klima, Europa und Rechtsextremismus
- Kinderlieder, Knetponys und Zukunftspläne
Links:
Impressum:
- Host & Konzept: Regine Marxen
- Redaktion: Regine Marxen, Der Hamburger
- Sounddesign: Stefan Endrigkeit / Sounds and Pods Hamburg
- Cover Art Direction: Laura Matamoros
Fragen, Themenideen oder Anmerkungen: hello@soundsandpods.studio
Transkript anzeigen
00:00:00: Mein Vater hat immer gesagt, wer, jetzt sind wir schon wieder mit dem Alkohol.
00:00:04: Wer saufen kann, kann auch arbeiten und wir haben dann mit Kreide so ein Schild aufgestellt, wer spielen kann, der kann auch saufen.
00:00:14: Das heißt also, wer die Gitarre nimmt und ein Lied spielt, der kriegt einen Bier und wenn er noch ein Lieder spielt, kriege ich noch ein Bier und so.
00:00:19: So haben wir eine musikalische Sache gemacht, die sich später Rocker vom Hockern nannte im BP-I Und dann musste ich halt nur Lieder schreiben.
00:00:27: Ich musste ja mit irgendwas aufwarten.
00:00:28: von Montag zu Montag.
00:00:30: Vorher hatte ich immer ein Band, wo alle anderen Gitarre gespielt haben und in der Zeit habe ich dann immer mehr Gitarren gespielt.
00:00:35: Also spätzünder gleich Existenzkröner sag' ich immer.
00:00:39: Dann hab ich Gitarrel gelernt damit ich auch da Montags besser spielen kann.
00:00:44: Der Junge ist verliebt, fliegende Fische, Mädchen und Rabauken Wenn er Sommer wär... Also ich hab das Mikrofon direkt an die Theke gebaut!
00:00:52: Und derjenige die jenige, die er gesungen hat Die haben mit den Leuten an der Theke gesessen.
00:00:56: Es gab nicht irgendeine irisch-pupartige kleine Bühne, mit drei roten Lampen und jetzt kommt so und so... Sondern da hast du ja eine Theke gesagt und hast das Ding gezockt!
00:01:05: Das hat sich von selbst erfunden.
00:01:08: Wir brauchen mal ein Konzept für die nächste große Internetshow.
00:01:13: hat sich einfach so erfunden.
00:01:14: Ich hatte ein Schwarnhalts-Mikro, das da dran gemacht wie in der Kirche.
00:01:19: Hab die Flaschen beiseite geräumt und Verstärker reingestellt, wo sonst die Vodkaflaschen standen... Und dann haben wir Musik gemacht!
00:01:26: Dann kamen Leute, Käthe, Sieland damals oder Jan Plefka irgendwann, kam mein Vorbild rein irgendwie.
00:01:36: Weswegen ich nach Hamburg gezogen bin?
00:01:37: Dann kommt auf einmal Jan Plevkar rein.
00:01:39: Henning Weland Sascha, der Singer Sascha.
00:01:43: Ich habe die Eigenschaft, sag ich einfach mal sobald ich auf Leute treffe kommt das Positivste von mir raus.
00:01:51: Dann fange auch an irgendwie meistens relativ gute Laune zu kriegen.
00:01:58: Das ist auf jeden Fall sehr vorteilhaft finde ich.
00:02:01: weil ich so gesellig bin macht mich der Beruf so Spaß aber im Privatleben kann ich ziemlich grübelig sein.
00:02:06: Sehr grübelig!
00:02:07: Wenn man sich die neue Platte anhört, da sind auch ganz schöne grübelige Songs dabei.
00:02:11: Die ich aber immer versuche fürs Licht zu kämpfen.
00:02:13: also ich therapiere mich eigentlich selbst.
00:02:16: Moin moin Hamburg!
00:02:17: Zwanzig
00:02:26: Jahre Polmann – zwanzig jahre wenn jetzt Sommer wär.
00:02:30: Das war Ingo Polmans Durchbruch und er spielt den Song immer noch gerne live auf seinen Konzerten.
00:02:36: In diesem Podcast sprechen wir über sein Hamburg und wie er in den neunziger Jahren hier andockte.
00:02:42: Wir sprechen über sein neues Album Beweggründe, über seine Entscheidung es mittels Crowdfunding zu finanzieren.
00:02:48: Wir sprechen über fiese Bandscheibenvorfälle, Existenzängste, über
00:02:52: Familie,
00:02:53: Abschiede & Songs die davon handeln – und trotzdem fröhlich kriegen können!
00:02:58: Über Liebe Endzeit-Tourismus und das Ziel immer fürs Licht zu kämpfen.
00:03:04: Aus der Sache mehr als das Beste machen.
00:03:06: Das will Ingo Pullmann?
00:03:07: Ich möchte es auch, nicht nur aber auch in diesem Podcast!
00:03:10: Willkommen bei Der Hamburger Insight, dem Podcast vom Magazin der Hamburger.
00:03:22: Bevor wir loslegen, ein Hinweis.
00:03:24: Irgendwann geht es in diesem Podcast um einen Grönemeyer-Song den Ingo im Baumarkt hörte und der ihm Mut gemacht hat, einen eigenen Song über dem Verlust seines Bruders zu schreiben.
00:03:35: Uns beiden ist das Titel des Songs nicht eingefallen – es gibt ja diese Barriere im Kopf, es liegt dir auf der Zunge.
00:03:40: und naja ihr kennt das vielleicht!
00:03:43: Und bevor ihr später das hört und denkt, Leute.
00:03:47: Das weiß doch wirklich jede und jeder oder bevor es euch auch so geht nehme ich hier schon mal den Druck raus.
00:03:55: der Song heißt Der Weg und ist zwei tausendzwei erschienen auf dem Album Mensch.
00:04:01: Okay Ingo Pullmann wir legen los.
00:04:04: Du bist heute im Regen hierher geradelt Wir treffen uns hier im Zwischengeschoss Hier sitzt dein Management
00:04:10: Meine Vorderseite klatschnass Ja, Arsch trocken.
00:04:15: Deswegen hatte ganz klare Richtung.
00:04:18: Und du wirkst trotzdem sehr aufgedreht?
00:04:20: Das könnt ihr damit zusammenhängen dass das sehr aufregende Zeiten sind.
00:04:24: Es kommt bald ein neues Album.
00:04:26: Du hast eine nicht ganz unanstrengende Zeit hinter dir.
00:04:29: Darauf werden wir sicherlich auch zu sprechen kommen.
00:04:31: Deshalb allererste Frage wie geht es dir denn speziell?
00:04:34: heute
00:04:35: Eben bin ich durch den Regen gefahren und es geht natürlich um mein Album.
00:04:40: Ich höre das immer, weil man auch in Podcasts und so über das Album redet und dann habe ich mir erst mal richtig erst einmal angemacht Und dann gibt's ein Song der heißt Anstecknade und da geht's im Refrain ein bisschen um Regen Denn wie an Rektropfen in das riesenweite Meer fällt und quasi Teil des Ganzen ist.
00:05:01: und trotzdem speziell.
00:05:03: Und dann knallte mir der Regen so ins Gesicht und es ist wirklich eine anstrengende Zeit.
00:05:07: Wenn man manchmal ein bisschen drüber ist, können die Nerven so durchgehen.
00:05:10: Ich weiß nicht ob du das kennst.
00:05:11: Dann kriegt man einen kurzen Heulen-Anfall.
00:05:13: Das ist so zwei, drei Sekunden und dann lacht man direkt danach.
00:05:18: Kennst du das?
00:05:18: Ja!
00:05:19: Also
00:05:21: ganz
00:05:21: kurz umheulen... Dann einmal kurz laut gelacht und dann guckte mich eine Frau an, die sah mich lachen durch den Regenfahren auf meinem Fahrrad.
00:05:29: Und dann grenzt sich.
00:05:30: die ein oder anderen haben uns einfach zu gewunken.
00:05:32: War ein schöner Moment!
00:05:34: Die Emotionen liegen manchmal so dicht beieinander?
00:05:36: Ich
00:05:37: kann dir nicht sagen, dass es mir geht in fünf Minuten.
00:05:39: Das ist eine andere Antwort.
00:05:40: Leute das wird ein spannender Podcast weil hier liegen die Emotions so dicht bei andern da und das ist seine achterbaren Fahrt der Gefühle.
00:05:48: So ungefähr.
00:05:49: Oh
00:05:49: ja wenn man dir folgt auf Social Media Dann hat man erlebt, dass du ein wirklich anstrengendes Jahr auch hinter dir hast.
00:05:58: Weshalb ich glaube das bei dir die Emotionen recht nah beieinander liegen weil du auch gesundheitliche Einschränkungen hattest und wir haben uns in der Barclays Arena einer Barclay Cart Arena bei den Hamburger Goldkirchen Konzert getroffen Und da erzählst du auch so oh ich musste irgendwie das verschieben mit dem Album Weil gesundheitlich ging es mir nicht so gut.
00:06:20: Erzähl doch mal kurz, was liegt dahinter dir?
00:06:23: Ja ich hatte oder habe schwer zu sagen.
00:06:27: Ich habe zwei Bandscheimvorfälle im Nacken.
00:06:30: Pink hat das übrigens auch.
00:06:32: Krass!
00:06:33: Habe ich ihr nachgemacht.
00:06:36: Man
00:06:36: muss jetzt nicht alles nachmachen.
00:06:38: Genau also die hat sich operieren lassen zwischen zweifemundzwanzig Silvester, zweisächsendzwanziger Und die Operation bei Bandscheibenvorfälle gehen gerne durch den Hals.
00:06:50: Du musst mal ganz bildlich zu erklären, da wird ein Schnitt vorne gemacht dann wird alles zur Seite geräumt was du so im Hals hast das der Vorteil ist dass du nichts weiter schneiden musst außer diesen kleinen Schnitt vorn im hals muss kein Muskelbereich irgendwie katten oder so und dann schiebst du einfach Schluckapparat Atemapparat Alles was da so ist zur Seite und hast einen direkten Blick auf die Wirbelsäule.
00:07:16: Das sieht gut aus, ne?
00:07:18: Von vorne.
00:07:19: Und dann freut sich der Chirurg.
00:07:21: Dann kann er einfach mit einer kleinen Zange den herausragenden Bandscheibe entfernen und dann werden da Chips eingesetzt.
00:07:29: Es gibt verschiedene Möglichkeiten, bewegungserhaltende Maßnahmen es gibt auch eben die Versteifung und so all das.
00:07:33: dabei hast du aber eine Risiko einer Stimmbandlehmung von ca.
00:07:37: zwölf Prozent.
00:07:38: davon kommen achtzig Prozent wieder zurück nach ungefähr drei Monaten.
00:07:41: Aber ein paar bleiben auch für immer klingler wie der Pate.
00:07:46: Und dann ist das gewesen.
00:07:48: Also Jimi Hendrix werde ich nicht mehr, also ich habe jetzt einen Schritt vom anderen gemacht.
00:07:52: Der Bandscheinvorfall hat dazu geführt dass meine linke Hand Ringfinger und Kleinerfinger an Kraft eingebüßt haben.
00:08:00: Das hat zur Folge, dass ich spiel zu hundert Prozent Gitarre alle Lieder auf der Bühne.
00:08:05: Dann ging auf einmal morgens der Baré nicht mehr.
00:08:08: Der Baré ist halt so eine Griffart die ziemlich viel gegriffen wird wie auch immer.
00:08:14: Das war schwierig.
00:08:16: Seit einem Jahr bin ich dabei, das zu bekämpfen.
00:08:22: Und stand jetzt die OP?
00:08:24: Das konnte man ja sehen!
00:08:26: Ja also mein OP um jetzt hier fachlich zu bleiben war Dorsal.
00:08:32: Ich habe eben von der ventralen Operationsmethode gesprochen und jetzt hab' ich eine Dorsale bekommen damit das Risiko des Stimmenanlehmungen nicht auftritt.
00:08:40: Dorsall heißt Backdoor Man, also von hinten Und das ist nach Frequem.
00:08:48: Das ist jetzt ein medizinischer Service-Podcast?
00:08:52: Nach Frequen und dann das aber minimalinversiv mit Endoskop, also der Arzt hat das gemacht, er hat gesagt, früher haben wir da größere Schnitte gemacht, haben mehr Muskelfleisch hinten verletzt.
00:09:01: Das hat zu posttraumatischen Operationsprobleme geführt.
00:09:05: Da haben die Leute wirklich lange Nackenschmerzen und er sagt, ich mach dir einen Schnitt von drei Zentimeter, zwei Zentimeter nur.
00:09:14: Und dann gehe ich da mit einem Kugelschreiber großen Teil rein, boah dann auch was von deiner Wirbelsäule weg hinten und versuche dann mit verschiedenen Werkzeugen der Kamera irgendwie mehr eine Möglichkeit zu verschaffen zum Beispiel auch einen zu wachsenden Ausrüstskanal den ich habe.
00:09:33: Es kommen oben drauf Flöhe und Läuse gleichzeitig quasi dem Nerv wieder Platz zu machen damit die ...hand sich wieder vernünftig bewegen kann.
00:09:43: Das ist, sag ich mal so... ganz gut geklappt!
00:09:46: Hat ganz okay geklappt!
00:09:47: Also nach der Operation meinte er... Ich kann dir wirklich nicht sagen was das jetzt gebracht hat.
00:09:54: Entsprechend der Operationsmethode und der Vorsichtigkeit die ich... da weiten lassen habe konnte ich nicht das machen was ich wollte.
00:10:03: also wir schauen mal.
00:10:04: Und jetzt muss ich sagen nach einem Jahr es hat sich etwas getan ich spiel fünfzig Prozent besser würde ich jetzt mittlerweile sagen.
00:10:11: Vielleicht kommen ja die anderen fünfzig Prozent auch noch zurück, aber ich habe einen Gitaristen mit auf Tour.
00:10:15: der wird die Show an sich ohne das jetzt umständlich vorteilhaft zu erklären und er wird die show einfach verbessern.
00:10:25: Jimi Hendrix werde ich eh nicht mehr war ich auch vor dem Bandscheinvorfall nicht Aber ich hab's schon geliebt, meine Songs live an der Gitarre zu performen.
00:10:34: Weil du ja ganz anders innerhalb des Rhythmuses stehst mit der Gittare.
00:10:37: Du bist teilweise Rhythmus angeben und der Drama folgt dir!
00:10:41: Wenn du Sänger bist, nur Sänger in dem Falle... Ich spiel die Band und du schwimmst auf den Ozean der Musik, denen die Band hat.
00:10:50: Und das ist ... Du bist mit einem Fuß dann wieder ein bisschen draußen und dieses wieder reinkommen also nur Sanger zu sein teilweise.
00:10:56: Das muss sich ein bisschen mehr zurückarbeiten und gleichzeitig habe ich Zeit, um mich ums Publikum mal zu kümmern.
00:11:02: Also ich klebte ja immer am Mikrofonplatz, fünfzehn Jahre.
00:11:06: Kein Meter nach rechts, kein Meter nach links.
00:11:08: Ich hab auch keinen Sender-Mikro irgendwo sitzen.
00:11:12: das ist immer der Platz an Mikro mit der Gitarre in der Hand Und das kann ich jetzt mal freigeben.
00:11:17: da freue ich mich tatsächlich drauf.
00:11:18: und der Kollege, der mitkommt Jonathan Clout ist selbst Solo Künstler macht tierische Musik Wahnsinnsänger Geiger Klaviergitarre also mit meinem Chiristen zusammen in der eine Chatte oder eine Klavier.
00:11:32: Oder eben Geige, je nachdem.
00:11:33: das wird sehr spannend auf der Tour was wir alles jetzt an Möglichkeiten haben letztendlich.
00:11:38: Ich erinnere mich Markus Wiebusch hat bei seinem Solo Album gesagt wo er ja auch teilweise dann in die Sänger Funktion Gutsches ohne Gitarre umhals dass es sehr ungewohnt ist mit den Händen beim Auftreten, dass man so Sachen machen kann.
00:11:49: Ja genau!
00:11:50: Das ist tatsächlich so.
00:11:51: ne?
00:11:52: Wenn sich die Hände in eine Tasche steckt... Muss man jetzt auch schon agieren, ne?
00:11:59: Sonst
00:11:59: verfall ich irgendwie in den neunziger Jahre.
00:12:00: Grunge-Typ.
00:12:01: Der so wie ein Fragezeichen am Mikrofonstern da hängt... Das will ich auch nicht!
00:12:07: Das war früher.
00:12:07: Jetzt würde ich schon auch zu sehen, dass man aus der Sache mehr als das Beste macht.
00:12:12: Das war ja eh immer sehr viel Philosophien auf meiner Platte, wenn es scheint, dass nichts gelingt ist, was uns weiterbringt.
00:12:17: und train yourself to let go of everything you fear to lose.
00:12:21: Ich habe viele der Steine im Weg, so eine Lied von mir Riecht die nie auf über Steine im Weg.
00:12:26: Also das ist generell jetzt die Herausforderung, dass ich mir meiner Texte auch mal bewusst werde.
00:12:32: Okay!
00:12:33: Das heißt du predigst nicht nur Wein und trinkst Wasser sondern du lebst was du singst.
00:12:38: Präsentierst du das ja alles mit einem Strahlen?
00:12:40: Ich meine so bist du auch wirklich wahnsinnig positiv.
00:12:42: aber ich kann mir vorstellen, dass diese Zeit wirklich auch an den Nerven gekratzt hat.
00:12:46: oder wie viel Schiss hattest du, dass da eine Existenzauflöten geht.
00:12:50: Ja... ich hab die Eigenschaft Sobald ich auf Leute treffe, kommt das Positivste von mir raus.
00:13:01: Dann fange auch an, meistens relativ gute Laune zu kriegen.
00:13:08: Das ist auf jeden Fall sehr vorteilhaft finde ich.
00:13:11: Weil ich so geselllich bin macht man der Beruf so Spaß.
00:13:13: aber im Privatleben kann ich ziemlich grübelig sein.
00:13:16: Sehr grübelig!
00:13:18: Wenn man sich die neue Platte anhört, da sind auch ganz schöne grübelige Songs dabei.
00:13:21: Die ich aber immer versuche fürs Licht zu kämpfen.
00:13:24: also ich therapiere mich eigentlich selbst weil wenn man viel über die Welt nachdenkt und viele in seinem stillen Kämmerlein sitzt dann erwischen einen doch immer kommen also die Bösengeister auch alle natürlich immer hoch und von Ich weiß dass die jeder hat letztendlich oder die meisten.
00:13:42: Und dann gilt es da diesen kleinen Kampf auszuarbeiten und daraus Lieder zu machen.
00:13:48: Und ja, also entsprechend um deine Frage eigentlich zu beantworten.
00:13:52: Es war schon ziemlich scheiße teilweise.
00:13:55: Sich damit auseinanderzusetzen von einem Tag auf den anderen nicht mehr... dass die Kraft fehlt in der Hand.
00:14:02: Also du bist nicht mehr der, der dir mal warst und komm sofort so eine Identifikation ins Wanken, kommen Angstzustände und man vergleicht sich immer mit Leuten, denen es dann viel schlimmer geht.
00:14:12: Da kenne ich auch ein paar Kollegen im Bekanntenkreis Mit denen habe ich eben noch telefoniert.
00:14:20: Um es einfach ganz offen zu sagen, da wäre er jetzt dabei.
00:14:22: Sascha Stadler früher Manager von Revolverhalt hat einen Locked Insynderung gehabt und hat sich da glaube ich ein halbes Jahr bis ein Jahr rausgekämpft.
00:14:31: Und das schaffen nur die Allerwenigsten.
00:14:33: Hat ihr jetzt ein Buch darüber geschrieben?
00:14:35: Sich nach unten zu vergleichen ist eigentlich ein schlechter Ratschlag den wir aber einmal allerautomatisch machen um zu schätzen zu wissen was wir haben zu erlangen, wenn wir uns zu sehr grämen.
00:14:50: Aber gleichzeitig darf ich auch mal den Anspruch das aus mir herauszuschaffen ohne den Leute heranzuziehen die schlimmeres Schicksal
00:14:57: erleiden."
00:14:57: Ja weil eigentlich instrumentalisierst du deren Schicksale?
00:15:02: Und zu
00:15:02: sagen, hey aber mir geht's doch im Vergleich noch super.
00:15:05: Ich versteh beide Blickwinkel
00:15:06: und ich
00:15:07: glaube man kann das Leid auch nicht... Jeder hat so sein Ökosystem und seinen Umfeld und du kannst es glaub' ich eigentlich auch nicht vergleichen.
00:15:15: Seitens geht wirklich um so exzettielle Geschichten wie Hunger, Krieg keine Frage.
00:15:21: Sitz in
00:15:21: einem fechten BMW SUV fährt sich Winterhude so ungefähr und hast gerade Ärger zu Hause mit Kinder und Frauen denkst ja ach guck mal die Leute in Afrika die haben nix zu essen.
00:15:30: Korrekt!
00:15:31: Da muss man sagen,
00:15:32: da muss man selber ran.
00:15:37: Da ist es durchaus gegeben sich mal kurz zu erinnern dass man doch auf der sonnigen Seite des Lebens steht.
00:15:42: aber so bei diesen gesundheitlichen Geschichten gerade wenn dann auch noch einen Job Profil dahinter steht
00:15:48: Genau, genau.
00:15:49: Wie aufbauen war es denn für dich?
00:15:51: Dass du N-E-Fiveundzwanzig dann diese Crowdfunding-Aktion gemacht hast.
00:15:54: Ich glaube Brown da baut.
00:15:55: neununddreißigtausendvierzichtausend war das Ziel für die Produktion dieser Platte plus auch Kommunikation allem was dran hängt und ist dann doch erstaunlich schnell zusammengekommen.
00:16:04: wie sehr hat Dich das dann aufgebaut in dieser Zeit?
00:16:07: Es sind fünfsechzigtausende Euro zusammen gekommen in drei Monaten und du musst dir vorstellen dass das ein Auf und Ab das war weil ich hatte immer gesegnet ja und Glück ... mit Major-Companies.
00:16:19: Und ich war bei Badr BMG, Badr Sony, Badra Universal... ... Badr EMI und Virgin und was nicht alles!
00:16:28: Ich mach das jetzt seit zwanzig Jahren und von wenn er so mal wäre bis jetzt habe ich acht Platten gemacht und davon sind die sieben mit der Kinderplatte eben bei Major-Companies rausgekommen, die viel Geld mir zur Verfügung gestellt haben um das zu tun.
00:16:43: Ich muss auch ehrlicherweise sagen, die haben mich schalten und walten lassen was Texte und Musik angeht.
00:16:48: Die meisten zumindest ganz, ganz.
00:16:50: früher war es mal anders bei Goldjunger aber egal dann stehst du da plötzlich und versuchst einen Plattenvertrag zu kriegen in einer Zeit der sich alles verändert hat.
00:16:58: also es kommt Du musst jetzt ein Influencer sein, du musst rund hundertfünfzig zweihunderttausend Follower haben.
00:17:03: Du brauchst sehr, sehr hohes Streaming zahlen damit eine Plattenfirma überhaupt irgendwie auf dich aufmerksam wird.
00:17:08: Und der Bonus wenn ja Sommer wäre One Head Wander Polmann Klappte dann auch nicht mehr so richtig.
00:17:14: Und ohne mich jetzt irgendwie, wie sagt man?
00:17:20: Unterwehr zu verkaufen... Ich bin ein Realist also ich weiß womit ich es zu tun habe.
00:17:24: Ich weiß auch wo die Plattenfirmen denken und ich kann die auch verstehen.
00:17:27: Und ich bin da auf keinen Sauern oder so.
00:17:30: Aber die Plattenfirmen machen jetzt auch Verträge, wo sie was vom Live haben wollen.
00:17:34: Wo sie teilweise sogar vom Verlaglichen was haben wollen oder von Merch und so.
00:17:39: Das sind alles Sachen, wo die anderen Firmen schon abgreifen.
00:17:42: wenn man anfängt sein ganzes mögliches Privateinkommen mit dem er seine Miete zahlt und dann essen und seine Tochter finanziert und so, ne?
00:17:50: Wenn man das alles schon weg gibt vertraglich, da macht das nach hinten raus nachher keinen Sinn mehr.
00:17:55: Das würde ich ja auch keine empfehlen.
00:17:57: Und so habe ich gesagt also dann mach ich's lieber selber.
00:18:01: Dann kommt, das war frustrierend auch zu merken dass man da nicht mehr so ankommt.
00:18:10: und gleichzeitig hab' ich gedacht ja, da mache ich ein Crowdfunding.
00:18:14: Crowdfunding hat mal bisschen Angst weil es ist auf einer Seite irgendwie hey Leute könnt ihr mir helfen?
00:18:21: Man gibt damit zu was man in einer gewissen Misere steckt.
00:18:24: aber das war früher eher der Fall als jetzt wo sich alles so geändert hat wo Plattenfirmen auf ganz andere Dinge hingucken.
00:18:31: Und zweitens habe ich mir ein Publikum erspielt, ich hab nur vierzehntausend Follower und die sind aber real!
00:18:38: Die sind über die Jahre gekommen.
00:18:39: Ich arbeite mir... jeden der mir folgt.
00:18:42: wirklich Woche für Woche kommt immer fünf bis zehn bis hundert Mal dazu, kommt drauf an welche Phase gerade ich mache, durchmache da und dann kommen sechzigtausend Euro zustande in drei Monaten.
00:18:55: Dann weiß man dass die Leute die vierzehn tausend die da sind dass die wollen, was man weitermacht.
00:19:02: Weil ich könnte jetzt hier bandmäßig erzählen wie viel Gedanken dahinter stecken.
00:19:07: Man hat letztendlich zwar mit wenn ja Sommer wäre ein nettes Liedchen rausgebracht das sich live Liebe zu spielen aber es hat diesen einen Einschlag in der großen Außenwahlnehmung was mich angeht da ich habe sie ihm andere Platten gemacht mit viel ganz anderen Themen umgehen und den Respekt den ich vor Worten habe vor Texten und von Musik besonders auch eben von Musik.
00:19:29: Den habe ich dann mit den nachfolgenden Produzenten auch quasi erarbeitet, sei das Christian Meier oder Felix Gerlach bzw.
00:19:39: Philipp Schwer hat mir viel geholfen und da kam dann eine immer wertvollere, wertschätzendere Musik mit immer interessanteren Texten finde ich und so.
00:19:48: Ich glaube einfach dass sich mehr einbilden kann, dass das die Leute gefallen hat dem ihr bis heute folgen.
00:19:58: Und dass sie wollen, dass diese Insel weiter besteht.
00:20:00: Weil letztendlich ist jeder Musiker hingegen zu der KI demnächst und jede Musikerin eine Künstlerin.
00:20:08: Das hat einen Wert von einer Identifikation die die Menschen von Mensch zu Mensch innerhalb dieses künstlerischen Ausdruckes für sich selbst finden.
00:20:17: Und das macht jeder Mensch ganz eigenartig.
00:20:23: Ich kann mir auch vorstellen Und jetzt ja auch neue dazukommen, was ja auch irre ist.
00:20:27: Dass man sich nicht nur auf so eine alte Community verlässt sondern auch neue dazu kommen.
00:20:32: ich glaube aber auch dass sowas wie wenn jetzt Sommer wäre ein bisschen auch Teil des Kulturguts geworden ist weil das dann für sich... Für sich feststehender Begriff auch geworden ist, glaube ich für viele.
00:20:44: Ja wenn jetzt Sommer wäre ne?
00:20:45: Also da klingelt gleich bei jedem was... Ich bin heute morgen hier hergefahren und dachte lustig dieser Song passt perfekt zu meiner Situation!
00:20:51: Ich trage eine Herbst-Allwetterjacke und denke mir ja, weil wenn es jetzt Sommer wär war das irgendwie schön und fahre ins Inkopolmann zum Interview.
00:20:58: Ja ich bin auch im Regen wie gesagt gekommen, total nass.
00:21:01: Passt eigentlich.
00:21:02: aber es ist ja fast schon ein kleiner Klimasong, wenn auch kein besonders revolutionärer weil es ja in der Bridge heißt, wenn man dir gerade Sommer ist und du zu Hause sitzt, weil du nicht rausgehst.
00:21:15: Weil du mal wieder vom TV klebst dann denke daran, wenn ein Tag dich verliert, dass sich das Wetter ändern wird!
00:21:21: Und mir war damals schon klar als ich den geschrieben habe zumindest, dass der Kniff an dem Lied ist, dass man ihn jederzeit spielen kann... ...weil die Ironie darin werden jetzt Sommer wär' und gleichzeitig sinken wir vom Sommer.
00:21:35: Passt eigentlich, dass sich das eigentlich überall rein sneaked in jedes Wetterverhältnis.
00:21:42: Tatsächlich war es erstmal so, dass wir den im Winter rausgebracht haben und den kein Radio drinnen gespielt hat und wir ihn schon fast aufgeben wollten und die entsprechende Radio Promo damals darin gearbeitet hat, das Ding in die radio zu bringen.
00:21:53: Die haben gesagt lasst uns noch mal ein bisschen warten bevor wir jetzt schon mit der nächsten Single kommen.
00:21:57: Erstmal wenn die Sonne scheint auch wenn das Lied wenn jetzt summer wer heißt lassen wir warten bis die sonne scheint und April Mai zündete das Ding, dann die Sonne kam raus und auf einmal lief überall, wenn jetzt noch mal wär.
00:22:09: Und ja, dann ging's los!
00:22:12: Das ist eigentlich eine perfekte Brücke in der Vergangenheit, obwohl ich nachher von dir noch erfahren möchte was das Aufsicht hat mit diesem geknieteten Pferd dass man bei der crowdfunding-Aktion aufgekommen könnte.
00:22:23: Also heißt wir werden ein bisschen ab zum Schluss wieder auf das aktuelle Album natürlich zu sprechen kommen und sich da bewegt vieles.
00:22:29: Es ist nie ein kleiner Spoiler.
00:22:31: Ich bin totaler Fan von Song Nummer zwei, Carre of Love.
00:22:36: Den
00:22:36: liebe ich sehr.
00:22:37: Leute also dranbleiben.
00:22:39: Wir gehen zurück in die neunziger.
00:22:41: da bist du nämlich nach Hamburg gekommen.
00:22:43: Das ist der Podcast vom Magazin nach hamburg.
00:22:45: das heißt wir werden auch ein bisschen über Hamburg sprechen und was dich überhaupt hierher gebracht hast.
00:22:49: Du kommst aus Räder Wiedenbrück!
00:22:51: Ich gebe zu das kannte ich vorher noch nicht Geboren vor rund fünfzig Jahren.
00:22:55: Ist das richtig?
00:22:59: Ich sag mal, vor rund
00:23:00: ... Vor rund fünfzig Jahren.
00:23:04: Nach der Hauptschule hast du eine Mauer-Valier gemacht und dann später Zivildienst.
00:23:09: Und dann das Fachabitur in Münster nachgelegt aber dann hat es sich trotzdem nach Hamburg verschlagen.
00:23:15: Dann, okay wir sind bei rund fünfzig die lasse ich mal stehen.
00:23:19: Ja alles gut!
00:23:21: Und da habe ich mich gefragt, okay.
00:23:22: und für alle die sich auffragen wo Reda Wiedenbrück ist.
00:23:24: Das möchte ich euch nicht vernachlässigen.
00:23:28: das liegt im ostfehlischen Kreis Gütersloh in Nordrhein-Westfalen und hat rund fünfzigtausend Einwohner.
00:23:37: Ich hab selbst dort teilweise gearbeitet weil mein Vater Bauer Unternehmer war der auch und dort Aufträge hatte, Tönnies ist dort.
00:23:45: Größte Schlatterreihe in Röpers glaube ich.
00:23:47: Ah richtig!
00:23:48: Ach die Verbindung habe ich nicht geschlagen.
00:23:50: Und der Clemens Tönies, Bern Tönjes und so, die sind natürlich krasse Dutz gewesen.
00:23:57: Einer ist gestorben an England Locomy.
00:23:59: oder was hat er für ein Krebser?
00:24:01: Ne ne feuchtscheiße.
00:24:02: erzähle aber auf jeden Fall genau, die beiden haben den Räder angefangen und sind riesengroßes Unternehmen, Alles was bei Edeka gibt, Micah macht das Würstchen.
00:24:13: Lange Kerls, Hügglonna... Das ist alles Tönnies.
00:24:17: Sechzigtausend Schweine in der Woche nur Schweine und nur in dem Betrieb.
00:24:23: Hat dich das da weggetrieben?
00:24:24: oder was hat dich nach Hamburg getrieben?
00:24:26: Nee, dass nicht.
00:24:28: Aber Mauerlehre wollte ich kurz.
00:24:32: Grafikdesign, hab' ich gedacht.
00:24:33: studieren und mach meinen einmal mit einem Realabschluss den ich nebenbei gemacht habe Besonders aufmerksam hatte auch nur einen Hauptschulabschluss gerade so bekommen, wenn ich ehrlich bin.
00:24:44: CNA-Abschluss nannte sich das damals.
00:24:47: Dann habe ich die Mauerlehre gemacht... Hast kein Bock!
00:24:50: Ich glaube es ist grade so sehr innen aber mir wird das seit fünfzehn Jahren zumindest nachgesagt.
00:24:54: Ich hab keine Diagnose, habe ja auch keinen Bock zu stellen.
00:24:57: Ich gehe schwer von ADHS aus bei mir und also seit fünf Zehn Jahren kenne ich diese mögliche Diagnosis.
00:25:08: Also ich hatte einfach Sehr viele Gedanken.
00:25:10: Du hattest sehr viel der Taps drauf!
00:25:14: Da kam einfach kein Lehrer durch zu mir, weil ich eigentlich Träumer war und auch an einer Baustelle als Lehrling.
00:25:24: Ich war ja Sohn vom Chef und so hatte ich auch während des Maus am liebsten habe ich stupide Arbeit gemacht.
00:25:30: Hauptsache irgendeine Mauer... Und dann geradeaus durch bloß nicht viele Fenster, Stöße oder Türen hätte ich so komplett vergessen.
00:25:37: Ich habe mich mal eingemauert.
00:25:38: Ich sollte mal ein Klo mauern und hab dann wirklich um mich herum immer weitergemauert bis der Polier kam und meinte alter was machst du ihr?
00:25:47: Was passiert denn eigentlich wenn du fertig bist?
00:25:49: Dann hat mir das Ding wieder eingetreten.
00:25:51: Ruppig am Bau muss sich alles sauber machen und nochmal das Klo nochmal mauern.
00:25:56: also mit den Ütungen, Ütungwände sind das.
00:25:59: Ich werde jetzt wieder zu speziell... Sorry!
00:26:01: Oh Gott!
00:26:02: Wenn man mich einstößt, fange
00:26:04: Dominos Stein her.
00:26:06: Also ich bin dann nach Münster weil ich dann auf einmal nach dem Zivi anfing.
00:26:13: also dann kam ja nach der Maureläre Bundeswehr oder Zivi und hab' ich Zivi gemacht und da habe ich zu mir selbst gefunden.
00:26:19: Da habe ich dann auch eine Menge Leute kennengelernt die wirklich mal was drauf hatten, so.
00:26:24: Und mir irgendwie gezeigt haben wir so doof bist du gar nicht.
00:26:27: weil ich hatte mich eigentlich auch selbst immer für ziemlich dumm gehalten.
00:26:30: und dann habe ich gesagt okay gut machst jetzt das Fachabbi nach oder das Abbi nach um dir das zu beweisen und mich nach Münster weil ich da sowieso immer Kontakt hatte sehr viel mit Leuten war viele am Wochenende in Münster in der Sputnik Halle und dann bin ich dahin gezogen und hab dann in drei Jahren letztendlich nur das Fachabi geschafft Eine tierische Zeit der Selbstfindung und das selbstbewusstseins auch, wenn die wirklich zur Selbstbewusstsein gekommen.
00:26:59: Und dann gab es zwei Bands in Münster, die ich sehr verehre einmal selig damals.
00:27:06: Die kam gerade mit ihren ersten zwei Platten als war einfach eine geile Zeit Grunge sowieso.
00:27:12: Dann kam auf einmal so geile deutschsprachige Rockbands letztendlich Ableger von Tonsteine scherben vielleicht.
00:27:19: Und dann gab es noch Nils Frehwart, Nationalgalerie Nils-Frehwart hier in Hamburg mittlerweile sehr viele Solo-Platten gemacht.
00:27:25: Den ich bis heute also wirklich stark bewundere werde auch nie müde den zu erwähnen weil er mich ja sprachlich und so immer wirklich macht.
00:27:35: unglaublich Spaß den zu hören die Musik zu hören und die Texte.
00:27:40: genau deswegen bin ich nach Hamburg gezogen weil ich dachte hier wird's.
00:27:45: was
00:27:47: Ist dann hier angedockt, wo war deine erste Wohnung?
00:27:49: Was war dein Stadtteil damals?
00:27:52: Ich bin natürlich direkt in die Schanze.
00:27:55: Weil die ersten Ausflüge nach Hamburg – da hatte ich noch einen Strich, nicht nix, sondern so ein grün-Zwein-Siebziger Fort Kanada damals der größte Kompil seiner Zeit.
00:28:05: Da haben wir zu dritt hinten geschlafen vor dem Lemnitz oder Lehmitz.
00:28:09: Das waren unsere ersten Aus Flüge und gingen dann noch auf den Kiez und irgendwann waren wir aber eigentlich immer in einer Schanzieh.
00:28:15: Und da bin ich dann hingezogen.
00:28:17: Da war ich an der Stresemannstrasse.
00:28:19: War meine erste hier gegenüber der Stresemannstraße, wo es dann in den Berndstoff-Straße geht.
00:28:26: Da hab' ich gewohnt.
00:28:27: Ende der Neunziger war das Ganze.
00:28:30: Und du hast als Kellner und Barmann gearbeitet?
00:28:32: Ja!
00:28:32: Auch in einem Callcenter stimmt das?
00:28:35: Im Callcenter auch ja...
00:28:36: Kann es sein dass du da Arne deinen Manager kennengelernt hast?
00:28:39: Stimmt dich nicht?
00:28:39: Da habe
00:28:39: ich ungefähr unter anderem auch Arne kennengelernen richtig.
00:28:42: So lange ist das her also ... Das war eine Zeit im Callcenter Leute.
00:28:47: Da hat man Einblicke gekriegt.
00:28:49: Ich fühle das, weil ich habe mein Studium auch mit Kreuzandarbeit verbracht unter anderem in der Rechnungsabteilung und hab mich kreativ beschimpfen lassen.
00:28:58: In welcher Abteilung warst du?
00:29:01: Wie hießen die denn ... Ich glaube die sind A und S oder A und die hatten so zwei Boost D und S!
00:29:07: Und ich habe alles Mögliche da telefoniert.
00:29:09: Man muss sich das ja vorstellen, dass dieses Callcenter bekommt dann Aufträge von sehr vielen großen Firmen unter anderem Premiere-Decoder oder das Snacks-Tag auf Kühlschrank Aufbewahrungsbehälter und was nicht?
00:29:27: Alles für ein Kram.
00:29:28: die Mojavebrille So ein Plastik aus dem Ding, aus einem D-Drucker das irgendwie so ganz besondere Sonnenstrahlen abhält.
00:29:36: Also Metallermüll hat man eigentlich verkauft und ich war auch irgendwann so ehrlich und hab die Leute dahingehend beraten dass sie doch besser das nicht kaufen.
00:29:45: Damals musste der Supervisor einem ja vorher sagen wir hören jetzt bei dir rein.
00:29:50: Und dann habe ich halt zugesehen was ich also mein Job gemacht habe dann im Verkaufsgespräch dazu überreden.
00:29:58: Das fing ja damals alles so an, heute wissen die Leute, mit wem sie zu tun haben und sind wahrscheinlich kritischer, aber damals haben die Leute gekauft, gekauft... Und nachts wenn er nachts gearbeitet ist, haben immer die betrunkenen Angaben angerufen.
00:30:10: das war auch lustig.
00:30:12: Ich habe gerade sie im Fernsehen gesehen!
00:30:15: Ja was haben Sie denn gesehen?
00:30:18: Das ist eine Brille aus der Füße Amerika.
00:30:25: Wo ist das doch?
00:30:26: Ich so, Nevada.
00:30:29: Ja, Nevada!
00:30:31: Das ist richtig schön.
00:30:31: War sie schon mal in Amerika?
00:30:35: Wollte ich immer hin und dann bin ich mit den Leuten ins Gespräch gekommen und habe mich eine halbe Stunde unterhalten.
00:30:43: Was wollte ich hier eigentlich?
00:30:44: Die Brille
00:30:44: kaufen?!
00:30:45: Richtig die Brille wollen Sie kaufen.
00:30:46: Also ich habe mich so nett mit Ihnen unterhalten... Lassen Sie
00:30:49: sich fänger davon.
00:30:50: Lass uns es.
00:30:51: Siehs nicht so geil.
00:30:55: Aber ich geb dir recht, wenn man... Sie
00:30:57: sind eine ehrlicher Typ.
00:30:59: Wenn
00:31:01: wir uns ein bisschen so einen kleinen Querschnitt der Gesellschaft haben möchte, war koholsante Arbeit in den neunzigern Anfanger zweitausend auf jeden Fall ein guter Einstieg um mal zu gucken wie das so läuft also Manchmal anstrengend, gelegentlich auch durchaus amüsant.
00:31:17: Aber du warst auch in der Gastronomie unterwegs und es gab einen besonderen Laden in dem und für den eben dieser Hit wenn jetzt Sommer wäre ja auch entstanden ist.
00:31:28: Den gibt's heute nicht mehr und das möchten wir nicht unerwähnt lassen.
00:31:32: Das ist in diesem Jahr so ziemlich genau zwanzig Jahre her.
00:31:41: Also das war das, das BP-Eins.
00:31:43: Klang wie eine Tankstelle hieß aber Barprojekt?
00:31:45: War aber eigentlich ne Tankstell.
00:31:48: und ich hab mein Vater hat immer gesagt wer?
00:31:53: jetzt sind wir schon wieder beim Alkohol.
00:31:55: Wer saufen kann, kann auch arbeiten Und wir haben dann mit Kreide so ein Schild aufgestellt.
00:32:03: wer spielen kann kann auch saufen.
00:32:05: Das heißt also, wer die Gitarre nimmt und ein Lied spielt.
00:32:08: Der kriegt einen Bier.
00:32:08: Und wenn er noch ein Lieder spielt, kreiert ihn noch ein Bier.
00:32:12: So haben wir so eine musikalische Sache gemacht, die sich später Rocker vom Hockern nannte im BP-I und da musste ich halt nur Lieder schreiben.
00:32:20: Ich musste ja mit irgendwas aufwarten von Montag zu Montag.
00:32:23: Vorher hatte ich immer ein Band, wo alle anderen Gitarren gespielt haben und in der Zeit habe ich dann immer mehr Gitarne gespielt.
00:32:29: Also spätzünder... Gleich Existenzgründer sag ich immer.
00:32:33: Und dann hab' ich Gitarre gelernt, damit ich auch... Also, da Montags besser spielen kann!
00:32:40: Und dann kam der Junge ist verliebt, fliegende Fische, Mädchen und Rabauken.
00:32:44: Und eben wenn er Sommer wär.
00:32:47: Dann konnte ich den spielen und hab' da noch mal Spaß gehabt.
00:32:50: Und
00:32:50: denn kam auch Henning Weland um die Ecke?
00:32:52: Kennt
00:32:53: man von Edgebox?
00:32:55: Ja.
00:32:55: Er hat gesagt mit dir mache ich was.
00:32:57: Mhm.
00:32:58: Erst kam seine Freundin damals Kira.
00:33:00: Wir hatten einen wunderbaren Abend dort, alle zusammen.
00:33:04: Das ging, musst du wissen das war so ein bisschen wie Onkel Pöls also von Otto und Udo.
00:33:09: Ich war zwar nie da in der legendären Zeit dieser beiden Kollegen aber manchmal bilden sich in Kneipen genau diese Szenerien Und wir hatten... das waren Zeitfenster von nur zwei Jahren eineinhalb bis zwei Jahren die wir dort gekennelt haben und gewirkt.
00:33:24: Die Montagsschicht war am Ende voller als Samstag oder Freitags.
00:33:28: Also wir haben mehr eingenommen was den Chef gefreutert, als die beiden Schichten am Wochenende.
00:33:34: Weil einfach so viele Musiker und Musiker nach rein kamen, die dann auch irgendwann Rang und Namen hatten.
00:33:40: Weil diese erladener Passten einfach nur dreißig bis fünfzig Leute reiner war der Proppen voll Und das hat das hat so komprimiert Einfach von einer Von von von von der Laune her und von dem von dem was man da bietet irgendwie.
00:33:54: Also ich habe das Mikrofon direkt an die Theke gebaut und derjenige die jene gesungen haben Die haben mit den Leuten an der Theke gesessen.
00:34:01: Es gab nicht irgendeine irisch-pupartige kleine Bühne, mit drei roten Lampen und hier jetzt kommt so und so... Sondern da hast du ja eine Theke gesagt und hast das Ding gezockt!
00:34:10: Das hat sich von selbst erfunden.
00:34:13: Wir brauchen mal ein Konzept für die nächste große Internetshow.
00:34:18: hat sich einfach so erfunden.
00:34:19: Ich hatte ein Schwarnhalts-Mikro, das da dran gemacht wie in der Kirche.
00:34:24: Hab die Flaschen beiseite geräumt und einen Verstärker reingestellt, wo sonst die Vodkaflaschen standen... Und dann haben wir Musik gemacht!
00:34:31: Dann kamen Leute, Käthe Sieland damals oder Jan Plefka irgendwann, kam mein Vorbild rein irgendwie.
00:34:41: Weswegen ich nach Hamburg gezogen bin, kommt auch einmal Jan Plevka rein Und Henning Wieler und Sascha, der Sänger Sascha.
00:34:51: Später meinte eben die Freundin von Henning du willst auch Manager werden?
00:34:54: Da in Hamburg ist irgendwie ein verrückter Typ sitzt auf der Tee gespielt, Lieder mit seinen ganzen Kumpels und Mädels die da auch Musik machen und geht einmal hin!
00:35:03: Der wäre was für dich.
00:35:04: Dann kamen wir dann wirklich eine Woche später vorbei und eine Woche darauf haben wir gesagt Wir machen das zusammen.
00:35:12: Das war zehn Jahre mit Manager.
00:35:15: Ja, man kann jetzt gerade – du hast glaube ich gestern oder heute auch ein kleines Video dazu gepostet.
00:35:21: So MTV erste Auftritte dann mit diesem Song «Mittons Gedäuer» noch und eine «Mit Toms Gedäu», glaube ich.
00:35:28: Mit wem?
00:35:28: Die
00:35:28: haben wir eben noch geschrieben.
00:35:29: deswegen.
00:35:30: Wegen unseren Frisuren!
00:35:31: Die Frisur
00:35:32: mit dem Seitenscheitel.
00:35:33: Ähnlichen Skywalker nenn' ich ihn jetzt immer.
00:35:37: Das sieht ja wirklich sehr ähnlich aus.
00:35:39: Das stimmt tatsächlich, ich muss dir recht geben.
00:35:41: Also Leute guckt euch das an.
00:35:43: also man muss sagen mit dieser Ähnlichkeit.
00:35:46: Ich
00:35:46: habe es noch nicht gepostet aber bitte schön und Gondoll sieht wirklich aus wie Anakin Skywalker.
00:35:54: Ich hab mal unsere vier Bilder, dann geht's noch Kim Frank.
00:35:57: Er hat auch die Zeit entscheidiger gehabt.
00:35:59: Ja ja stimmt!
00:35:59: Ich muss noch ein ernsteres Bild von mir finden aus der Zeit.
00:36:02: Dann passe ich wirklich ganz gut da rein.
00:36:05: Die Liga des Anakin Skywalker.
00:36:07: Bei dem Video hast du schon angeteasert das live zu sehen ist.
00:36:10: Also dir zur Folge macht große Freude wie wir sehen?
00:36:13: Das ist schon schön... Was für eine Zeit!
00:36:17: Ich frag mich immer so, wenn man Menschen aus dieser Zeit befragt und das was du beschreibst.
00:36:22: So ein Ort erfindet sich selber gerade war da so improvisiertes Da hat sich Hamburg doch sehr gewandelt in den letzten zwanzig Jahren.
00:36:31: oder gibt es sowas noch?
00:36:33: Das weiß
00:36:33: ich nicht weil ich nicht mehr so raus gehe Und ich bin nun mal dreinfünfzig, meine ich zumindest.
00:36:43: Ich glaube ich weiß nicht wie die Szene ist.
00:36:45: Was machen jetzt die zwanzig bis sechsundzwanzigjährigen?
00:36:49: Wo treffen sie sich, ich glaube irgendwo verstecken Winkel.
00:36:53: hier in Hamburg gibt es irgendwie eine Szene wo sie alle zusammensetzen Musik machen und irgendwas aus Beidowern.
00:36:58: Und auf dem spirituellen Fahrt der Musik wandeln.
00:37:04: Das wird's schon wohl irgendwo geben aber ich kenne mich nicht mehr so richtig aus.
00:37:09: mein Schlagzeug der Rainer Kallers.
00:37:12: Der ruled den Popkurs in Hamburg Das ist eine Sache, die es auch mindestens seit zwanzig, fünfzwanzig Jahren ja schon gibt.
00:37:20: Fünfzwanziger Jubiläum hatten ich glaube ich
00:37:21: Wir sind Helden und so weiter sind da rausgekommen aus legendär eigentlich.
00:37:25: der Popkurs
00:37:26: Da waren viele Revolverheld Sehlich teilweise mein ich zumindest ja doch Stoppelklopper, der Drama Ah, bevor ich was Falsches erzähle Aber da sind sehr viele große Bands rausgekommers in den Popkours Und das besteht bis heute dass da eben viele junge Leute sehr, sehr viel Gas geben.
00:37:49: Also ich neige auch manchmal dazu zu sagen früher war alles besser und aber ich glaube... Ich weiß eben nicht alles was so passiert!
00:38:00: Aber wir hatten auf jeden Fall ein Sweetspot habe ich das Gefühl dort im BP.
00:38:06: Und dann kam der große Radiohead.
00:38:09: radio war und ist glaub ich ja heute noch natürlich ein wahnsinns wichtiger Faktor.
00:38:15: Und ja, ich glaube nicht mehr ganz so die Radio-Sender haben sie auch ein bisschen abgeschafft.
00:38:19: Ja?
00:38:20: Weil zuformatmäßig?
00:38:21: Zuformatmäßig!
00:38:23: Da hat sich bestimmt auch Dati Obst und einiges getan.
00:38:27: Gewichtsverlagerung wie MTV und Viva gibt es gar nicht mehr, die hatten früher noch mehr Gewicht als Radio.
00:38:33: Was heißt?
00:38:33: er ist dann doch nicht mehr diese Gatekeeper.
00:38:36: aber ich empfinde das manchmal schon so dass man irgendwo im Fulton auftauchen muss, irgendwo im Radio auftauchten.
00:38:42: Ja ja du hast schon recht.
00:38:43: Irgendwo um einmal offiziell irgendwie als
00:38:46: gut
00:38:46: besprochen zu werden damit die Leute einfach das glauben.
00:38:49: also so stark hat sich es nicht verändert oder dann doch?
00:38:52: Also natürlich... Es gab mal eine Quote in Deutschland Deutschsprachig Die gibt's gar nicht mehr die haben sie abgeschafft.
00:39:00: da hatte man noch mehr Chancen im Radio stattzufinden.
00:39:03: Dann gab´s das Formatradio.
00:39:06: Das hat dann irgendwann Böhmermann erklärt, was das bedeutete nämlich dass alles deutschsprachige Gleichklang.
00:39:11: Was für die KI jetzt super cool ist weil die macht zwanzig Lieder die alle gleich klingen.
00:39:16: Gucken wo da die Reise hingeht wenn das weiter so bestehen bleibt aber ich glaube solange wir noch eine Seele haben oder Zugang dazu wird sich werden die Leute der Sache dann irgendwann auch ausweichen.
00:39:31: Wenn du formatradioartige Musik machst, die dort laufen kann weil du deren Bestimmung irgendwie folgen kannst.
00:39:38: Da gibt es Gerüchte wie zum Beispiel ich weiß nicht ob das jetzt kein echtes Schlagzeug und die Texte dürfen nicht zu negativ sein und wenn du dem allen folgst dann kannst du im Reide gespielt werden.
00:39:50: Das ist auch nach wie vor wichtig Und dann musst du aber deine Musik trotzdem irgendwie da anpassen was dann da gerade läuft und was grade dazu passt.
00:39:59: so ist die Wahrnehmung vieler.
00:40:02: Das war mal anders.
00:40:04: Es gab tatsächlich mal Vielfalt, es gab mal auf dem Markt eine Band wie Mia, die im Reide gespielt wurde und da gab's Wir sind Helden, die ganz anders klingen.
00:40:13: dann gab's gleichzeitig Jan Delay der wieder ganz anders geklungen hat.
00:40:17: Da gab's wirklich mal zwischen den ... zwischen zwei tausend, zweitausend Zehnern so... Richtig wirklich Vielfalt und eine deutsche gleichzeitig liefen auch sehr, wenn an du Fantastischen vier grüne maier die immer liefen Und das fand ich schon gut.
00:40:34: Auf einmal kam so eine kann so ein gleichmacher ding da rein und dann bin Ich dann ausgestiegen.
00:40:39: Wann war das
00:40:41: mit der dritten platte zweiten platte?
00:40:43: wir haben es noch versucht Wenn jetzt noch mal wäre nochmal sowas ähnliches zu machen ohne uns irgendwie anzubiedern.
00:40:49: aber letztendlich habe ich dann mit der zweiten dritten Platte für mich gemerkt, ich gehe mal einen eigenen Weg.
00:40:56: Ich kann jetzt nicht Musik machen die danach funktioniert wie ein Radio das gerne haben möchte.
00:41:03: Es war noch nicht mehr mein Geschmack was da lief.
00:41:05: Wobei es immer großartige Künstler gibt mit viel Erfolg dem Radio gespielt werden und so auch gut sind.
00:41:12: Das ist jetzt nicht so ein genereller Diss aber für mich hab' ich gemerkt wenn ich nach diesen Regen und Gesetzen funktionieren wollen würde Das wäre mir viel zu schwierig nachzudenken, wann wir was dann jetzt selber gefällt und wann nicht.
00:41:24: Und ich habe einfach eine Gitarre in der Hand genommen liebgeschrieben mit dem Produzenten eine Vision ausgearbeitet und haben so gut wie möglich das gemacht dass es vielleicht im Radio hätte spielen werden können.
00:41:33: So ist es nicht!
00:41:34: Wir haben uns nie dagegen gewährt irgendwie.
00:41:37: natürlich hat man auch mal versucht so zu produzieren dass das poppig genug ist aber immer so dass es uns natürlich sehr gut gefällt.
00:41:46: Es war nicht so einfach.
00:41:48: Ich bin da nicht mehr so durchgekommen, wie ich das gerne für mich hier natürlich gewollt hätte.
00:41:54: Aber die Musik ist geil!
00:41:55: Die Musik sagst du?
00:41:57: Himmel und Berge zum Beispiel, keine Ahnung.
00:41:59: Eigentlich ein Dovername für dieses geniale Lied.
00:42:02: Das habe ich nie verstanden, dass es halt nicht lief, aber ich bin auch nur eins an Hansel.
00:42:09: Von mir gibt es dann einfach noch fünfzigtausend mehr Künstler, die versuchen jetzt Radio durchzudringen und haben auch manchmal ihre Meinung dazu.
00:42:19: Da gibt's tausende Meinungen!
00:42:21: Deine Songs sind ja sehr persönlich.
00:42:23: Das ist dann vielleicht ab einem gewissen Punkt dann auch schwer, das da noch so hinzutrimmen, dass das dann in einem Format irgendwie passt, dass bitte alle das spielen.
00:42:30: Jedenfalls kommt es mir so vor weil im Laufe der Zeit zwanzig Jahre Pullman – das ist ja auch dein zwanziger Jahre Pullmann Jahr jetzt neben dem neuen Album hast du ja immer wieder private Themen mitverarbeitet, sei es den Tod deines Bruders oder die Trennung Trennung mit Kind immer eine besondere Herausforderung.
00:42:51: Das sind ja alles Farben, die auf dieser Platte dann hervor ploppen.
00:42:55: oder in deinem ... Wie schreibst du denn?
00:42:58: Ist es wirklich so, dass du dich zu Hause hinsetzt und du nimmst dir irgendwie eine Gitarre und dann geht das irgendwie los?
00:43:03: Oder brauchst du ein bestimmtes Setting?
00:43:05: Bist du so'n Fleißarbeiter?
00:43:07: Also
00:43:07: ich kann einfach den... Ich nehme einfach den Faden auf meinen Bruder.
00:43:10: Mein Bruder starb.
00:43:11: da war er Zweihn, der war R-Zwein, Dreizig, fünfzwanzig.
00:43:17: Ich habe nie darüber geschrieben.
00:43:18: Ich hab es einmal versteckt in einem Lied, das heißt für dich da... ich hoffe du wirst am See auf mich warten wie sich die Löwenbrüder taten.
00:43:26: Wir beide haben früher diese Serie von Astrid Lindgren geschrieben, geguckt.
00:43:31: Er hatte schon Krebs und in der Serie opferte sich dann der große Bruder Für den kleinen in so einen Fenstersprung.
00:43:40: Ja Oh Gott.
00:43:47: So jetzt kommen wir wieder an Bord Und Ich habe da sonst nie darüber geschrieben.
00:43:54: großartig, weil mir das Thema zu heiß war.
00:43:56: Außerdem machst du dein Business damit und dann verdienst du Geld mit dem Tod deines Bruders.
00:44:05: Also direktes Lied, dass dir zum Toten meines Brunners handelt.
00:44:10: Dann hab ich das immer sein lassen.
00:44:12: Und dann stehe ich irgendwann in einem Baugeschäft... wie heißt das?
00:44:25: Im Baumarkt und da läuft Grönemeyer, das Lied für seine Frau.
00:44:29: Wie heißt es denn?
00:44:30: Ich hab's vergessen.
00:44:31: Wir kriegen
00:44:32: jetzt so einen Arsch voll von einem Grönemeyer-Fans mit Rästen.
00:44:35: Wie beides!
00:44:36: Wir tragen das gemeinsam.
00:44:40: Das Lied such nach einer Bohrmaschine fängt an zu holen und denkt mir wie schön ist das
00:44:45: eigentlich?!
00:44:46: Also wie wichtig ist es wenn man als Künstler die Verantwortung Und die Demut dann aber auch da reinbringt und wahrnimmt ein Lied zu schreiben, dass das hat.
00:44:55: Dass es kann!
00:44:56: Dass es weiter trägt in unsere Herzen, in unsere Gedanken... Ich bin ja Musiker und was bedeutet das denn eigentlich?
00:45:03: Natürlich mache ich damit mein Business, aber letztendlich nur weil das auch meine Diadenweise ist wie ich mein Leben bestreite heißt es ja nicht, dass sich Themen auslassen muss.
00:45:14: Dann habe ich gemerkt in dem Moment, dass ich auf einem falschen Dampfer bin vielleicht weil entweder habe ich einen Selbstvertrauen als Künstler und traue mir zu, dass ich genügend dem und Respekt in das Lied bringen kann für meinen Bruder oder eben nicht.
00:45:26: Und schreib irgendeinen Schlagerschreis der irgendwie traurig ist und nix bringt.
00:45:31: Oder einfach nur Geld?
00:45:33: Keine Ahnung!
00:45:34: Ich hatte Angst davor, dass es zu weinerlich wird und zu sehr Tränendrüse damit man eben... Ich bin ja vorgesperrt.
00:45:40: und dann hab' ich gedacht nachdem ein Einkauf da eine Bohrmaschine bin nach Hause gegangen und hab gesagt so jetzt schreibst du das Liet Und wenn das scheiße ist, dann schmeißt er es einfach weg.
00:45:51: Und dann hat's glaube ich zwar in zwei Stunden wird das geschrieben.
00:45:56: Genau wie wenn ja Sommerwärts.
00:45:57: Die beiden einzigen Lieder die zwei Stunden gedauert haben und der für meinen Bruder bin ich zu meinem Produzenten Philipp Schwer und dann wollte ich noch eine Ballade draus machen weil sich alles so anfühlte natürlich und dann hat der daraus diesen Energiesong gemacht.
00:46:12: In den ersten Minuten habe ich zurückgeschreckt und dachte meinste also pass mal auf Du singst das jetzt einmal da drauf, was ich da programmiert habe.
00:46:23: Und wenn dich das dann nicht antäunt, dann machen wir es genauso wie du willst, kein Problem!
00:46:26: Aber sing's einmal darauf... Ich hab' das da drauf gesungen.
00:46:32: Mega, was das Spaß gemacht hat.
00:46:36: Ja, ich musste es ungefähr für zwanzig dreißig Mal singen bis ich endlich aufgehört hab zu rollen.
00:46:41: Dann ging´s.
00:46:43: Kannst du den Song live spielen?
00:46:45: Ich habe mir nur selten live gespielt, weil du siehst ja dass ich jetzt auch schon mit den Tränen immer kämpfe.
00:46:51: Das möchte ich nicht.
00:46:52: Glaubst Du?
00:46:53: Alte Frage!
00:46:55: Dass Kunst...ja Sie kann Menschen zusammenbringen, sie kann eine Seele bilden.
00:46:59: das ist ein schöner schönes Bild des Du die einen trägt, das Du empworfen hast.
00:47:04: Kann sie die Welt doch besser machen wenn Du politische Songs machst?
00:47:07: Es gibt jetzt ein Lied das heißt Fallrückzieher auf Kopfsteinpflaster.
00:47:13: Damit schließen wir den Bogen zu deiner aktuellen Plante.
00:47:16: Die...
00:47:17: Oder an Stecknadel, ja?
00:47:18: Am siebenzwanzigsten August erscheinen richtig.
00:47:20: Richtig!
00:47:20: Am siebenszwanziger August kommt die und da gibt es allerlei Lieder mit unserem Zustand hier auf diesem Planeten jetzt auch zu tun haben.
00:47:30: Aber immer als menschliche seelische Wesen, die sich irgendwie versuchen müssen so zu reflektieren dass wir vielleicht durch die Erkenntnis darin woher willkommen den Weg für unsere Zukunft finden.
00:47:45: Europa ist ein großartiges Konzept, dass Kulturen miteinander vereint die ganz unterschiedliche Vorstellungen von gewissen Dingen haben.
00:47:53: wir trotzdem sich gegenseitig akzeptieren.
00:47:55: das sind immer die größten Zeiten der Welt gewesen wenn sich diese Menschen zusammentun und sich akzeptiert.
00:48:02: ich habe mich schon ganz früh gefragt was soll die scheisse Le Pen AfD?
00:48:06: Was machen sie denn da?
00:48:08: Die stellen sich wieder gegeneinander auf.
00:48:10: Was machen die, um ihre jeweiligen Nationalitäten zu feiern und dann wieder in Krieg miteinander zu geraten?
00:48:17: Weil es ... Das ist doch das Ende vom Lied solcher Leute!
00:48:24: Aber kannst du mit deiner Musik dazu beitragen dass
00:48:27: Menschen
00:48:27: diesen Gedanken in sich aufnehmen und sie selber auch mal Gedanken machen?
00:48:31: Einerseits habe ich so ein bisschen das Gefühl wenn du Breaking Bad gesehen hast, wie der Schrader stirbt letztendlich neben Mr.
00:48:39: White und Mr.
00:48:40: Whyte, wie ich es da noch händeringt versucht nochmal zu intervenieren gegen den Nazi-Typen da und sagt so äh also das ist ja auch nicht so gemeint und so und so.
00:48:52: dann dreht sich Schradert zusammen vor und sagt Du bist der dümmste Typ den ich je getroffen habe.
00:48:58: Der Mann hat sich schon lange entschieden Und das ist das Problem bei der AfD.
00:49:03: Die Leute sitzen an ihren Stammstischen und haben sich entschieden, die gehen da nicht mal raus!
00:49:07: Du kannst bei der SPD und CDU und bei den Grünen diskutieren.
00:49:12: Und man kann auch mal sagen, jetzt bin ich mehr auf dieser Seite oder mehr auf der.
00:49:15: Das ist irgendwie alles noch so und so akzeptabel.
00:49:17: Man ist gleich nicht mit seinem ganzen Freundeskreis in Klinschen nur weil der eine CDU wählt und der andere eine SPD.
00:49:24: das ist so nicht aber beider.
00:49:25: bei der AfD sind alle da kannst du nicht dazwischen setzen.
00:49:28: die SPD finde ich geiler CDU finde ich geil außer doch dass wir es bestimmt auch geben habe vielleicht falsche Vorstellungen aber ich glaube Sagen wir mal, dass der Großteil irgendwie so funktioniert leider.
00:49:39: Wenn du einmal in gewissen Kreisen da drinsteckst, steckst du da auch dran?
00:49:42: Das ist fast schon... Ich weiß nicht ob ich das secondhaft bezeichnen möchte aber.. Das macht mir so ein bisschen Angst, dass die Leute nicht zurückkommen wieder in den Modus.
00:49:55: Lass uns zusammen daran arbeiten aus dem Unwissen heraus was die AfD tatsächlich vorhat.
00:50:01: Die trauen denen
00:50:02: das nicht zu!
00:50:03: Ich kenne Leute in meinem Bekanntenkreis den ich auch noch die Hand reiche.
00:50:10: Aber sie trauen denen das nicht zu, dass sie so gefährlich sind und ich traue ihnen das auf jeden Fall zu.
00:50:18: Dass die Monster gefährlich ist wenn sie die Macht übernehmen sollten Das ist wie Trump.
00:50:23: Der uns auch zeigt, dass wir immer wieder inzwischen fast schon nicht mehr überrascht sind was denn überhaupt alles möglich ist
00:50:29: und man so machen kann.
00:50:30: Also da hat doch keinen Wunder, wenn du ein bisschen Menschenkenntnis hast dann muss man doch drauf vertrauen, dass man bisschen Menschenkennens hat!
00:50:38: Dass der Habecken besserer Mann ist als der März das ist doch einfach nur Menschenkenntnissen.
00:50:44: die kann einen wirklich auch mal in die Irre führen.
00:50:46: aber für mich war das so komisch alleine anhand dieser Ausstrahlung, die manche haben.
00:50:53: Aber es stimmt auch der falsche Herangehensweise sich für Politikern
00:50:56: zu entscheiden mit
00:50:57: Menschenkenntnis schwierig.
00:50:58: Ja gut!
00:50:59: Das
00:50:59: stimmt vielleicht.
00:51:00: aber das Ding ist doch als Künstler dann bleibst du ja sozusagen in deiner Bubble.
00:51:04: Das heißt deine Bubble hört deine Songs
00:51:08: Ja, genau.
00:51:08: Natürlich würde man diese Bubble gerne auch...
00:51:11: Verlassen, oder?
00:51:12: Weil wenn du sie erreichst und nicht mehr, ne?
00:51:16: Veränderungen schafft man dann ja vielleicht, wenn man außerhalb der Bubble die edelig denkt wie man selbst irgendwie erreicht.
00:51:27: Ich glaube, dass ich eben keine Bubble Musik wirklich mache.
00:51:32: Ich habe eine Bubble und man sieht ...
00:51:34: Die hat dich getragen
00:51:35: beim Crowd.
00:51:37: Aber die sind auch alle bestimmt sehr unterschiedlich.
00:51:39: Also das ist jetzt nicht so eine ganz klar zugespitzte Geschichte bei mir.
00:51:44: Es gibt Leute, die sagen so ich höre mir gerne Schlagerkompilation an und höre jetzt wenn ja Sommer wäre was für ein schönes Lied!
00:51:52: Und es gibt Leute sagen boah das ist sein schlechtestes Liet der hat so viel bessere Sachen gemacht als wenn er Sommer werden... Das kann ich mir nie anhören diese ewig wieder umwählen... Er gibt es Leute, die sagen das eine ist mir zu flach.
00:52:06: Das eine so.
00:52:07: ich glaube man braucht alles.
00:52:09: Es muss auch eben easy sein und auf Konzerten kommt das alles zusammen Und dann versteht auch alles und jeder alles und fast jedes alles.
00:52:21: Das dazu.
00:52:22: aber Ich glaube dass Musik verbinden kann.
00:52:26: Man kann es versuchen um deine frage eigentlich nochmal zu beantworten Man kann die leute schon in Ein Boot holen und versuchen, dass man miteinander Kompromisse findet oder sich alleine über die Liebe und über das Wundern darüber, was wir existieren.
00:52:41: Mal darüber zu definieren wo wollen wir eigentlich hin als Gesamtkunstwerk Menschheit demnächst?
00:52:47: Und zu verstehen, dass wir uns den Boden nehmen und die Möglichkeit unseres Lebens in dem wir unser biologisches Habitat verlassen ohne dass der Planet... es gibt ja die habitable Zone unseres Planeten, die genau die richtigen Abstand zur Sonne hat Und wir verlassen den, ohne dass der Planet sich ein Meter nach rechts oder links bewegt.
00:53:07: Also die habitable Zone
00:53:09: in unserem Weltall
00:53:10: verinnern wir gerade.
00:53:11: Das ist auch ein Talent aber sicherlich keins das uns noch vorne bringt.
00:53:14: Genau
00:53:14: und richtig!
00:53:16: Und das Wundern über den Menschen und das positive Wunder, und das Bewundern der Menschheit.
00:53:21: Das kommt uns gerade abhanden!
00:53:23: Also die Misontropie hält jetzt Einzug und auf diesen Buckel tanzt dann der Hass gegeneinander... ...und lebt Leute, die dadurch Macht erreichen.
00:53:33: Zumindest die böse Seite sag ich mal, es ist sehr schwer, die bösen Seite, die gute Seite ne?
00:53:39: Auch so eine Sache.
00:53:40: Die Welt ist da ein bisschen bunter eigentlich?
00:53:41: Dann,
00:53:42: die haben wir bekommen aber Macht.
00:53:43: dadurch durch diesen Hass und das geht schon teilweise wird es schon dann acharisch.
00:53:51: Und dass das richtige Wort ist, das ist schon krass.
00:53:53: also weil wie ist das bei dem Film Das fünfte Element, die schießen auf diesen schwarzen dunklen Planeten der da ankommt Atomraketen und schießen alles rein was geht an Hass und als Ding wird immer nur größer.
00:54:07: Deshalb
00:54:08: brauchen wir Liebe.
00:54:08: und dann sind wir bei Karre Of Love.
00:54:10: Ja, das klingt immer gleich so hippie... So naiv ne?
00:54:15: Das stimmt!
00:54:17: Ist das nicht scheiße dass es nur so naiv klingt?
00:54:19: aber letztendlich ist es das.
00:54:22: Letztendlich is es das
00:54:23: Und selbst die Bösen wollen geliebt werden, oder?
00:54:26: Das ist es.
00:54:26: Am Ende sitzen sie da auch und trauen sich selbst wenn sie das alles in sich nicht mehr spüren warum auch immer abgeschottet von sich selbst, dass sie das nicht mehr interessiert.
00:54:39: Ich begreif es nicht!
00:54:41: Wo warst du Stinglin?
00:54:42: Karo of
00:54:42: Love?!
00:54:43: Nein ich würde jetzt gerne mit dir galant im Bogen nehmen zu deiner aktuellen Platte und zu dem was dann ja noch anliegt in diesem Jahr.
00:54:51: und all diese Gedanken die du geäußert hast spiegeln Sie hier auf der Platte wieder.
00:54:56: Die ist finde ich thematisch wirklich... Schiller die zwischen Endzeit-Tourismus, was auch ein toller Song ist der so fröhlich daherkommt.
00:55:06: Aber Gott wir besuchen alles ein letztes Mal.
00:55:08: Mensch war das schön hat uns wo er jetzt nicht so tief beeindruckt dass wir es schützen mussten.
00:55:12: aber wir fahren noch mal hin weil danach können wir's nicht mehr sehen.
00:55:14: Das ist eine
00:55:15: satirische Part auf
00:55:16: dem Platz.
00:55:16: Ja genau der ist ein bisschen böse.
00:55:20: Extra
00:55:20: extra damit man drüber redet!
00:55:23: Es ist schon abgesang an den Planeten und das ist das Letzte was ich will.
00:55:26: aber genau deswegen habe ich den Lied gemacht
00:55:28: Ja, der klingt jetzt nicht so ... alles andere ist ja immer sehr ... sehr positiv auch.
00:55:34: Auch sowas wie Marianengramm, der anfängt mit viel Schwung, sehr tanzbar irgendwie so.
00:55:40: Der nippt dann gleich so mit und Marianen-Grammen singst es auch so schön irgendwie.
00:55:45: Marianen Gramm!
00:55:48: Kann ich richtig
00:55:49: gut ginnen?
00:55:50: Geht volles euch an dieses Leuchten, wo man so aufeinander zu und man sieht sich.
00:55:54: Man kommt über die Greben weg, wir ziehen uns so an.
00:55:56: Das ist ja alles etwas versöhnlich.
00:55:58: Ja, man
00:55:58: soll wieder rausgehen und sich treffen.
00:56:00: Nicht nur zum Tindern sich fragen ob der nächste vielleicht schon besser ist, der dann matcht.
00:56:05: Also geh wieder raus in die Dunkelheit der Nacht da leuchtet es wie ein Tiefsee.
00:56:10: Da leuchtete ich auch.
00:56:12: Genau!
00:56:12: Und da triffst du Menschen, die wahrscheinlich nie mit dir gematcht hätten auf Tinder.
00:56:17: Aber trotzdem passt das irgendwie ganz erstaunlich.
00:56:19: Ja, durch Zufall und spricht sich an.
00:56:22: Fallrückzieher hast du schon erwähnt?
00:56:27: Du hast auch da wieder wunderbar poetische Bilder.
00:56:28: wie in der Wüste der Erwartung liegt ein ganzer Flugzeugträger.
00:56:32: Unsere Träume
00:56:32: waren schnell!
00:56:33: Wie Blitzblanke, diesen Jäger... In der Wüsste der erwartung liegt dein ganzer Flugzeugtrräger.
00:56:39: Fallrückzieher auf Kopfscheinpflaster.
00:56:41: mit dem Mut der Verzweiflung hängst du in der Luft und du gehst zu Boden.
00:56:45: so vieles sicher doch du weißt es kein Weg wo du ihn nicht suchst
00:56:50: Und du kannst auch meine Liebe zählen.
00:56:52: Alles irgendwie sehr versöhnlich, bis auf diesen hardcore satirischen Song der ein bisschen böse ist.
00:56:56: und ich habe mich gefragt dann kommt ja irgendwie die deiner eigene Tour im Oktober.
00:57:01: auf welchen Song freust Du Dich besonders wenn Du ihn live spielst?
00:57:05: Das weiß ich noch nicht.
00:57:06: dazu müssen wir erst mal in Proberaum.
00:57:09: Das ist manchmal verzweckt und du denkst ja, der ist geil.
00:57:13: Dass wir das Mörder Spaß machen, dass wird super gut!
00:57:16: Dann sitzt du da im Proberaum und versuchst das Dinghänderingen zu knacken und kriegst einfach den Bogen nicht.
00:57:23: Du musst wissen ich bin eigentlich ein Trio.
00:57:25: Da gibt es reiner am Schlagzeug Hagen am Cello Und ich spiele normalerweise die Gitarre.
00:57:31: Jetzt nur teilweise?
00:57:33: Ja jetzt teilweise und jetzt haben wir noch zum Glück einen Gitarristen dabei Gerade dieses Album, das sehr gitaristisch ist.
00:57:41: Auch sehr viel mit E-Gitarren und Kram drin ist.
00:57:45: Sehr gut abbilden kann.
00:57:48: Trotzdem gehen wir im Proberaum... Ist nicht die Produktion auf der Platte Chef.
00:57:54: Chef ist dann immer die vier Leute da stehen, ist klar!
00:57:56: Und beim Trio war das natürlich immer sehr speziell Weil wir Songs, die sehr große opulente Produktionen manchmal aufgewiesen haben.
00:58:07: Dass wir zurückbauen mussten in einem Schlagzeug an Cello und eine Akustik-Gitarre Das war immer Herr Rostow.
00:58:13: Das hat auch nicht jeder Song hat das geschafft so zurückgebaut zu werden.
00:58:19: er hat dann nicht funktioniert zu dritt Und deswegen kann ich dass die Frage erst beantworten wenn wir im Proberaum waren.
00:58:24: aber ich habe diesmal viel Hoffnung dass die Rock Songs ganz gut was taugen werden, weil der Kollege Jonathan das sehr gut machte.
00:58:36: Warum hat es sechs Jahre Pause gebraucht?
00:58:38: Also zwecks Jahre vom Album zuvor bis zum jetzten.
00:58:43: Aber in der Regel hattest du so zwei bis drei Jahre Pause zwischen den Einsen?
00:58:46: Ja genau, zwei bis dreiehare.
00:58:48: Und die Frage gab's eine Kinderplatte zwischendurch.
00:58:51: Du wolltest mir noch mal die Frage zu
00:58:53: dem... Das mit dem Kwert
00:58:55: stellen!
00:58:56: kann ich was zu sagen hat, was mit der Kinderplatte zu tun.
00:58:58: Die hat auch ein bisschen Zeit und Produktion gedauert.
00:59:01: und dann Corona kam zwischendurch und dann kam auch ein bißchen Sinnkrise.
00:59:05: und worüber schreibe ich?
00:59:06: Und die Welt hat sich so schnell verändert und da ich mir da vielen Kopf drum mache habe ich thirty-six Lieder geschrieben.
00:59:13: davon sind elf auf der Platte und die anderen haben immer sehr gute Anfänge Ausblicke Gedanken aber sie haben es nie dann soweit geschafft dass man so das ist.
00:59:23: jetzt Ja, genau.
00:59:29: Das hat ein bisschen gedauert die richtigen Songs zu finden.
00:59:33: Und die Kinderplatte?
00:59:34: Die ist... Hat da deine Eingetocht damit gewirkt irgendwie oder wie bei Bernd Begemann unter deinem Bett, die ja auch immer gerne mit dabei war und ist
00:59:45: Sie isst mit die Initialzündung des Ponys was du erwähnt hast, weil ich es da geknetet
00:59:50: hab Das geknetete Pferd!
00:59:50: Mit den großen Augen Im
00:59:52: Crowd-Fanningen.
00:59:53: Genau Wir verkauft haben auch zur Unterstützung der Platte.
00:59:57: Also wir waren auf dem Dom damals, da war sie fünf und da war noch dieses Zelt mit den Ponys die da ganz nah im Kreis rumrennen.
01:00:09: Und davor waren sie von Peter und haben demonstriert.
01:00:14: Da meinte meine Tochter was ... Die wollte umreiten, die wollte unbedingt aufs Pony.
01:00:18: und dann meint sie, was steht denn da auf den Schildern?
01:00:20: Dann habt ihr das erklärt, es sind Leute vom Tierschutzverein, die heißen Peter, die wollen nicht dass die Pferde dann den ganzen Tag immer im Kreis rennen.
01:00:28: Und kommen die ganzen Kinder, die Kinder sind alle glücklich!
01:00:30: Die Pferden sind aber total traurig und machen dabei immer das gleiche Gesicht.
01:00:35: Den können das nicht so leicht an der Kind ausmachen.
01:00:37: Man kennt sich sehr gut aus mit Pferdern.
01:00:39: Die Ränder einmal am Kreis... eigentlich ist es ein bisschen trauriger, weil das müssen sie morgen machen übermorgen.
01:00:45: und dann zieht er Zirkus weiter auf den nächsten Rummelplatz und da geht das immer weiter, immer weiter in meinem Kreisrennen.
01:00:51: Und dann war meine Tochter super traurig und sagte, nein!
01:00:55: Dann will ich nie wieder auf so einem Pony reiten.
01:00:58: Das ist ja total traurisch.
01:01:00: Papa, lass uns weitergehen.
01:01:02: Da hab' ich darüber nachgedacht.
01:01:04: Dann habe ich eine kleine Kindergeschichte geschrieben wie Emma das Pony halt quasi ausbricht von der Revolution anzettelt weil immer nur den Hintern von Bobby von Willi... und von Wurz sieht, ich sehe den hinteren vor Willi.
01:01:18: Den hinteren von Wurtz, den hinter vom Bobbie, der hinter dem von Luz Und Paula rennt ihr wieder hinterher Auf dem Rommelplatz im Kreisverkehr fällt den Pony so langsam das Gehen schwer Und dann gibt es halt eine Revolution und Emma bricht aus und dann fliehen die alle im Flugzeug zurück in die Mongolei.
01:01:40: Das ist ein schöner Initialer Punkt.
01:01:42: tatsächlich Wenn die so wenig abwechseln sind, das ist ja auch wenig spektakulär.
01:01:48: Das kann ich sehr gut nachvollziehen.
01:01:52: Und dann hast du hier auch noch ein Pferd geknetet dazu der Geschichte?
01:01:55: So
01:01:56: jetzt knete ich habe mir beigebracht wie man Pony geknetet und gebrannt
01:02:03: Und das könnte man dann tatsächlich bei dem Crowdfunding dann eben auch mit als Goodie sozusagen buchen.
01:02:08: Neben deiner eigenen Kunst, du malst ja auch seit wann malst du?
01:02:13: Da bist Du ja auch wieder ein Vorbild Jan Plefka der dann während Corona irgendwie seine Malerei entdeckt hat.
01:02:19: Seit wann malest du?
01:02:20: Ja letztendlich ist man relativ... Ich weiß nicht ob es das richtige... Der richtige Autor ist ganzheitlicher Künstler!
01:02:28: Ich habe Grafikdesign versucht zu studieren.
01:02:30: Ich hab immer viel gemalt, ich war auch in der Schule wie Anfangs erwähnt auch nicht so gut weil ich halt die ganze Zeit ein Monster gemalt habe.
01:02:36: Ich wollte mal ein Monster zu malen ist ganz einfach weil sie müssen ja keinem genau... Die müssen ja nicht bestehen vor der Kritik.
01:02:47: hier ist die Nase aber krumm und deswegen jetzt habe ich immer einen Montag, habe ich es mir einfach gemacht, habe ein Monster gemeilt und die wurden dann auch.
01:02:56: das hat wirklich viel Spaß gemacht.
01:02:59: Und dann hab ich irgendwann gemusst, dass auch mal besser versuchen und habe diese Holzpuppen gemalt die man so verbiegen kann um quasi Proportion zu lernen.
01:03:08: Ich hab dann weitergemacht und da hab mich beworben in einer Schule für Grafikdesign Bielefeld.
01:03:13: Da bin ich aber nicht weitergekommen.
01:03:14: Tatsächlich hab ja mein Zwiebel gemacht wie eben erklärt nach Münster unter Hamburg.
01:03:19: Aber dieses Mal das war immer drin immer weiter so für mich gemalt gezeichnet.
01:03:23: Ich habe so ein Tisch zu Hause, einen riesengroßen Holztisch den ich als Kind auch mit meiner Tochter, als sie klein war von Anfang an bemalter mit Acrylfarbe.
01:03:31: bis heute malen wir an diesem Tisch.
01:03:34: Sieht total irre aus und das ist einer meiner wertvollsten Stücke.
01:03:39: Seit dreizehn Jahren bemalig diesen Holztich und der ist eine Meter fünfzig Mal Meter.
01:03:44: Fünfzig sind Quadrat Und dann hab' ich jetzt wieder angefangen zu malen.
01:03:48: vor drei vier Jahren hat das aber auch nicht an die Glocke gegangen.
01:03:51: Und dann im Zuge des Crowdfundings habe ich gedacht, das ist eigentlich was vielleicht jemandem etwas wert ist der mich als Künstler zu schätzen weiß und so ein Bild gerne hätte.
01:04:01: Und dann haben wir diese Bilder.
01:04:02: Dann hab' ich mehr gemalt, mehr gemald, mehr Zeit investiert und wurden die immer besser.
01:04:06: Und seitdem mache ich das wieder richtig viel!
01:04:12: Ist das auch eine Art Verarbeitung?
01:04:14: Ja, ist das auch ne Art der Verarbeitungen?
01:04:16: oder entspannt dich Zonkschreiben
01:04:18: mehr.
01:04:18: Nee, Zonschreiben entspannt überhaupt nicht!
01:04:22: Ich hoffte...
01:04:23: Das war früher mal einfach muss ich sagen viel einfacher.
01:04:28: es macht immer noch großen Spaß wenn man dann endlich ein Lied hat wo man sagt kacke normal ist das geil geworden aber es dauert bis man das wirklich so empfindet.
01:04:36: ich zumindest und beim Malen mache klassische Mucke oder so eine Meditationsmusik an, nimmt Pinsel und dann lass ich es einfach fließen.
01:04:46: Mir ist dann alles egal eigentlich!
01:04:49: Ich entscheide die ganze Zeit intuitiv was ich jetzt nicht für ne Farbe mache, mische aus den schon bestehenden Farben, die da auf dem Zeller rum liegen wieder ne neue Farbe ohne Sinn und Verstand.
01:04:59: eigentlich ehrlich gesagt Es
01:05:01: ist ein Safe Space.
01:05:02: dann, wo keiner am Ende steht und sagt das ist gut.
01:05:05: Das ist schlecht!
01:05:05: Da springt jetzt nicht die Kritikmaschine an wie vielleicht bei der Musik nach so einer Veröffentlichung des Albums.
01:05:11: Ich meine, wie viel Angst hast du wenn so'n Album rauskommt?
01:05:14: Hast Du da überhaupt Angst, wie die Kritikausfeld, wie man das bespricht?
01:05:18: Weil ich kann mir vorstellen, wenn man sowas persönliches macht, sondern kommt jemand um die Ecke und sagt Boah, das ist jetzt nicht besonders kreativ oder ist halt Pullman.
01:05:25: Das könnte einen doch ärgern.
01:05:26: Oder man sagt... Ich bring
01:05:27: Lieder erst mal aus, wenn ich sie richtig geil finde Und dann ist mir egal, wie die Vassianer sagen.
01:05:33: Deswegen bin ich... Also natürlich hat man eine Hoffnung auf Erfolg damit man weiter mit Musik seinen Unterhalt bestreiten kann und
01:05:40: davon hängt Kritik
01:05:42: ab.
01:05:42: Wenn das alle kacke finden, dann geht es halt nicht weiter.
01:05:46: also ne?
01:05:46: Dann hat man zumindest für die kommt.
01:05:48: wenn dass jetzt die komplette äußere Wahrnehmung wäre wär das natürlich traurig.
01:05:51: da rechne ich aber jetzt echt nicht mit weil das ist glaube ich ein ziemlich gutes Album.
01:05:59: Von daher wird es immer eine Meinung geben zu den einen oder anderen Liedern, dem ganzen Konzept dieses Albums.
01:06:07: Kann man mir aber richtig so viel nicht anhaben?
01:06:10: Es gibt das ein oder andere.
01:06:12: liegt, wo ich sagen würde... Wie gesagt also bin ich relativ unempfindlich!
01:06:23: Wie lange hast du an diesem Bild oder wie schnell fallen dir Bilder ein?
01:06:27: Und hier komme ich wieder auf meinen Lieblingssong, Kara Of Love zu sprechen.
01:06:31: Weil ich finde dieses Bild... Der alten Karre, es ist auch so ein schöner Begriff dafür.
01:06:36: Das ist jetzt nicht mehr das Hochglanzmodell, dass man vielleicht mal vor, aber es fährt noch.
01:06:40: Es ist beständig und es bringt einen über die Straße.
01:06:44: Und mich hat dieses Bild einfach für eine Beziehung total berührt, weil es eben noch ne Karre ist.
01:06:50: Wir fühlen uns darin zu Hause!
01:06:52: Weil es ist unsere Karre...
01:06:54: Karre aus dem Dreck ziehen?
01:06:55: Ja da gibt's so viele Bilder und was mich sehr berührt ist dann diese Zeile.
01:07:02: nicht aus.
01:07:04: Wie lange tüftelst du an so einem Bild?
01:07:07: Vorbild, soundlich ein bisschen die Band War on Drugs, die wiederum ganz klar viele Zitate in ihrer Lieder als Beeinflussung zeigen.
01:07:18: Deswegen ist es auch egal ich mache einen falschen Rogen.
01:07:20: Großartige
01:07:21: Band!
01:07:22: Ja großartige band und die haben also Sam Fender und Black Mills warnt.
01:07:27: rucks haben uns bei diesem Album ein bisschen inspiriert Besonders eben bei dem Lied auch Karo Of Love, dass so ein achtziger Rock hat in so eine heutige Zeit verfrachtet.
01:07:38: Und als ich das ... Als ich Karo of Love hatte, wusste ich, dass das ein bisschen Lindenberg-Resc ist.
01:07:46: Ja?
01:07:46: Karo Off Love, wie man unsere Karo off love.
01:07:49: Jeder Hamburg Musiker kann Udo Lindenburg imitieren!
01:07:55: Ja also... Es ist so gewesen.
01:07:59: Das ist schon mal ganz geil fand, aber nicht wegen Ural-Linberg sondern ich hatte diesen Gedanken dass das von dem hätte sein können so ungefähr.
01:08:08: Aber trotzdem war es mir wichtig ein Lied zu schreiben das quasi den Streit einer beginnenden Liebe die irgendwann mal einen Streit gerät und eine Art Vorschub leistet zum Entlastet oder Entlastungs und Durchhalteparole wenn man sich streitet in der Beziehung Und ich glaube, dass das fast allen passiert.
01:08:30: Es gibt so ein paar die behaupten, dass sie es gar nicht haben und sehr, sehr diplomatisch miteinander halt umgehen können immer.
01:08:39: Ja... Ich kenne das aber bei mir.
01:08:42: Mein Leben ist ziemlich bunt.
01:08:44: Ich bin viel unterwegs und an meiner Seite jemand der so viel auch über alles mögliche nachdenkt, ist das auch nicht mal einfach sich zu finden neben mir?
01:08:55: Da wusste ich immer mit mir ein bisschen Streit vor.
01:08:58: programmiert ist, weil mich werden dann auch so Ansprüche gestellt in was eine konventionelle Beziehung angeht und kann ich immer so nicht so abbilden vielleicht wie das der Partner möchte.
01:09:11: Und so privat ist das Lied aber dann eben nicht!
01:09:14: Ich hätte es noch ganz ganz zuschneiden können auf meine Persönlichkeit und auf mein ganz individuelles persönliches Problem vielleicht in Beziehungen.
01:09:22: das will ich aber nicht, weil das geht nur mich etwas an weil man mich immer fragt, wie privat sind deine Lieder?
01:09:27: Die sind superprivat.
01:09:29: Aber ich hole die Bandbreite raus.
01:09:32: Ich hole den Vergleich raus und die Identifikationen.
01:09:34: Ich hol den wichtigen Teil dessen raus wo sich Leute drinnen wiederfinden was sehr sehr privat ist.
01:09:40: mache eigentlich selten vielleicht das für meinen Bruder ja aber genau.
01:09:46: und deswegen glaube ich dass es ein großartiger Song.
01:09:52: viele Menschen, die in der Beziehung entweder gerade einen Stress haben oder eben nicht.
01:09:56: Das ist das Gute an dem Lied!
01:09:58: Man muss nicht Stress haben um dieses Lied abzufeiern.
01:10:01: Du kannst richtig dich in Arm nehmen während du das Lied hörst und dich gegenseitig abfeiern dafür dass man durchhält und dass man sich gegenseITich respektiert.
01:10:10: und man kann innerhalb von problematischen Zeiten einer beziehung das Lieder hören und sich zusammenraufen.
01:10:14: Ich habe schon Pärchen beobachtet wo ich dachte boah die haben aber Beef da geht es aber gar nicht weiter Anstehen die auf, nehmen sich in den Arm und geben sich einen Kuss.
01:10:23: Und ich merke...die sind Ormen!
01:10:26: Das finde ich...das finde ich strebenswert.
01:10:29: Man hat sich gar nichts gesagt, kommt rüber wie jeweils der eine guckt irgendwie ein Sendi, der andere guckt so an der Decke.
01:10:34: dann ist man zusammen und so tauscht man.
01:10:37: kann es mir mal den Pfeffer geben hier bitte und dann stehen sie aufgegeben, sich ein Küsschen erhilft ihren Mantel.
01:10:42: ob das jetzt gerade innen ist oder nicht egal wäre dann ne Respetzbezeugung und dann gehen die raus.
01:10:48: Das hat mich schon ein paar Mal überrascht, wenn ich Pärchen beobachte und irgendwas unterstelle.
01:10:53: Ist es nicht schön, weil man auch noch überrasacht wird?
01:10:55: Ja natürlich!
01:10:56: Wenn man genau hinguckt, wird man eigentlich ständig überraszt.
01:10:59: Vorurteile sind immer schneller...
01:11:01: Das stimmt.
01:11:02: Und das Framing?
01:11:03: Weil wir uns eine Meinung beweisen wollen, damit wir uns selbst identifizieren.
01:11:09: Deswegen haben wir so gerne eine Meinung.
01:11:10: Ja und wir arbeiten mit Schubladen ganz klar.
01:11:13: Wir sind selber in Schublade und wir arbeiten mit Schubladen.
01:11:15: dann ist es manchmal ganz erfrischend diese Schublada mal wieder aufbrechen zu können.
01:11:18: Das ist immer ein kleines Aha-Erlebnis.
01:11:21: Schubladen kannst du aufbrechen.
01:11:22: Live ab Oktober geht es los und dann ja tatsächlich sehe ich hier bis November dem einundzwanzigsten schaue ich mir gerade an.
01:11:30: das ist in Lübeck, das letzte Konzert.
01:11:33: In Hamburg bist du am November Freitag der zwanzigste Wobsfede, Braunschweig Berlin Leipzig du kommst rum.
01:11:43: Also man kann nicht in ganz Deutschland hören auch in Bergneustadt.
01:11:47: das lese ich zuerst.
01:11:48: Das
01:11:48: fand ich auch spannend dass sie mich dahin gebucht hat
01:11:52: Zwischen Frankfurt und Köln Berg Neustadt wo ist das?
01:11:58: Aber Paul, man kommt zu euch.
01:12:00: Wie fantastisch ist denn das für so eine Tour?
01:12:03: Hältst du dich da irgendwie fit bereit?
01:12:04: Ist du dich vor, damit du da durch gerade jetzt nach dieser Zeit läuft, läufst du schon in diesem Fit-Mach-Programm?
01:12:11: oder was machst du grade?
01:12:13: Ja mit angemendem Fünfzig!
01:12:18: Ich habe mir vor sieben Jahren ohne Werbung zu machen Ich benenne es jetzt aber trotzdem.
01:12:28: Es gibt auch andere Marken, die das machen wahrscheinlich genauso gut wie ein Water Rover gekauft aus der Serie House of Cards.
01:12:39: Da rudert Kevin Spacey im Keller auf so einem Ding.
01:12:43: Das ist ein wasserverdrengendes Holz-Rudergerät.
01:12:48: Sieht ganz schick aus!
01:12:49: Und das hast du?
01:12:50: Super wiederverkaufswert.
01:12:53: Weil das Ding einfach das ist und das macht's noch in hundert Jahren.
01:12:56: Und da sitzt du drauf und umso fester du reinaus, umso stärker ist der Widerstand.
01:13:00: Weil es so ein Wasser verdrängert ist.
01:13:02: Das Ding ist sehr leise!
01:13:04: Dann kann ich mir schöne Serie reinziehen... ...und dann mache ich forty-fünf Minuten.
01:13:09: jeden Tag rudere ich auf dem Ding noch hiergegend.
01:13:14: Das ist der falsche aktivste Sport den ich mir vorstellen kann für mich.
01:13:18: Ansonsten gehe ich angeln aber da krieg ich kein Muskelkart davon.
01:13:22: Die Fische sind immer zu
01:13:23: klein.
01:13:24: Da kommst du zur Ruhe, als richtiger Sportfischer hat man ja manchmal so Oschis dann.
01:13:29: Das könnte ich ... Habe ich
01:13:31: auf deinem Kanal jetzt noch nicht gesehen?
01:13:33: Dich mit so einem Riesen-Fisch irgendwie mal diese typischen Männer-Angler-Photos hab' ich gedacht!
01:13:41: Dann hast Du für mich auch sonst nicht richtig rein.
01:13:43: damit hast Du meine Schublade wieder ein bisschen erweitert.
01:13:46: Ja ich muss doch sagen, ich fang aber nix.
01:13:48: Es ist so abgefahren.
01:13:49: Ich war mal mit einem Kollegen unterwegs, der das gut kann.
01:13:53: Was immer das auch bedeutet... Der steht neben mir und angelt!
01:13:57: Und wir gehen auf den Raubfisch.
01:14:00: irgendwie keine Ahnung.
01:14:01: Zander, Barsch, Hecht Ja?
01:14:04: Ich fange nur was ich esse.
01:14:05: Ich mach jetzt nicht catch-and-release.
01:14:07: Ich will keinen Fisch fangen, den ich in jedem Fall wieder freilasse weil wenn ich ihn einfangen will ich ihn essen So.
01:14:13: Ich ess relativ wenig Fleisch einmal im Monat Und so weiter und Fisch ein bis zweimal im Monat.
01:14:21: Dann dachte ich mir, dann fang doch jetzt deine Fische selber!
01:14:26: Das ist gar nicht so einfach.
01:14:28: Ich hab auch gutes Zeug und so... ...und dann rähre ich da mit dem Wobbler durch die Gegend oder mit einem Spinner für die Angler, die kennen das.
01:14:34: Und bin am fummeln und der Typ fängt dann einfach... Rapsen und ein Hecht und einen Barsch und ich nix.
01:14:42: Und dann sage ich, sag mal ist deine Angel unter den ganzen Kram jetzt so viel besser?
01:14:45: Also ne gib mir deine Angel und hab ich seine genommen und er meine.
01:14:50: und dann sind wir noch zwei Stündchen unterwegs gewesen wo er nochmal zwei Fische gefangen hat und nicht nichts.
01:14:55: Du imitierst mit dem Köder in irgendeiner Weise einen verletzten anderen Fisch der das Fischen rollbar interessant ist.
01:15:03: dieses imitieren Führst so aus mit der Angelspitze und der Führung der Route.
01:15:10: Und natürlich musst du auch irgendwie am passenden See sein, aber du musst wissen wann Bodenfisch steht, Glicht, Einfluss... Ich habe keine Ahnung!
01:15:17: Der Typ weiß einfach wie er es macht.
01:15:19: Der angelt neben mir und fängt.
01:15:21: Okay
01:15:21: damit du dich verhungerst musst du da wohl noch ein bisschen besser werden nehme ich mal an oder du findest noch andere Nahrungsquellen.
01:15:27: das wäre gut.
01:15:29: Okay, wir merken du hältst dich fit für diese Tour
01:15:32: und bist dann hoffentlich
01:15:33: gut genährt.
01:15:36: Ansonsten bringen die Leute dir vielleicht viele Fische mit eventuell wenn sie bei den Konzerten sind als milde Gabe oder Angel-Tipps.
01:15:43: Worauf können wir uns noch freuen jenseits dessen?
01:15:45: Das neue Album Wir haben schon erwähnt ist erscheint am siebenundzwanzigsten August.
01:15:48: ich finde es wirklich sehr gut.
01:15:51: Danke!
01:15:51: Ihr könnt euch drauf freuen.
01:15:52: nach diesen sechs da ist ein tolle Bilder.
01:15:54: das ist ein tolles Ja, aber es zeigt wieder was man mit der deutschen Sprache so machen kann.
01:16:00: Also ganz großartig.
01:16:01: Danke schön!
01:16:02: Worauf können wir uns denn noch freuen?
01:16:06: Pingu, Ingo, Polmann...
01:16:10: Im Bezug auf
01:16:11: was?!
01:16:12: Im Bezuck auf deine Person – was hast du noch vor?
01:16:14: Achso… Das
01:16:16: ist das nächste Album und da mache ich wieder ein Kinderalbum.
01:16:20: Irgendwelche Auftritte vielleicht losgelöst von dem, was du jetzt hier irgendwie mit deinem eigenen Album machst.
01:16:26: Kinderalbom ist ein gutes Thema.
01:16:31: Ich hab diese Kinderplatte gemacht und war dann ein, zwei Mal im Stadtpark.
01:16:37: Deine Freunde mega gut wie du das machen.
01:16:41: Die
01:16:41: sind lustig.
01:16:41: Ja tierisch!
01:16:42: Und das ist Hip Hop, dass es auch für Kinder-Actionen geht.
01:16:45: Und
01:16:45: Eltern freuen sich, dass sie auch was
01:16:48: Schönes hüllen können.
01:16:50: Das übrigens war auch mein Anspruch bei der Kinderplatten eine elternfähige Platte zu machen mit Songs.
01:16:55: Ein Maulwurf zum Beispiel falls ihr ihn nicht kennst So ein Bob Dylan-artiges Ding, wo quasi in Maulwurf quasi so einen See findet unterirdischen See und wird.
01:17:09: dann baut sich ein U-Boot und geht noch tiefer.
01:17:11: Dann quasi die Reise und findet dann da ein Fisch der leuchtet und die beiden werden am besten Freunde.
01:17:17: Und letztendlich geht es darum dass die Welt, die wir uns entdecken können größer ist als die um ins Herum.
01:17:21: Da ist immer noch Platz für Gedanken.
01:17:23: egal wie voll einem das manchmal vorkommt.
01:17:27: Die Welt in uns ist halt riesig.
01:17:29: Und das ist für Kinder was wichtiges und was Schönes, weil sie diese Welt der Größe in sich eigentlich erweitern und ausbauen die ganze Zeit.
01:17:38: Das machen Kinder und wir Erwachsene leben im Schubladen und beengen uns immer weiter durch unsere Vorstellungen und Lebenserfahrung, die wir haben.
01:17:46: Das ist das Großartige an Kindern und dieser Song verdeutigt das einmal für Erwachsenen und einmal eben für Kinder, die diese Reise mitmachen mit dem Maulwurf Und ja, aber das sind teilweise Songs mit langen Texten.
01:17:59: Da ist einer mit einer Gitarre auf der Bühne und schweilt die Kinder voll.
01:18:04: So habe ich mir das vorgestellt bei mir und hab gesagt, mach mal lieber nicht!
01:18:07: Geh mal lieber auf Tour weil dann rennen die Kinder weg, weil ihr das vielleicht aufmerksamkeitsmäßig nur auf einer Platte hören könnt und jeder anschaut abschalten wenn sie wollen.
01:18:17: Auf einem Konzert?
01:18:17: Auf dem Konzern willst du das machen oder nicht?
01:18:22: hab ich gesagt, lass die Tour Leste erstmal.
01:18:24: Also konzentrier auf dein Erwachsenesprojekt.
01:18:26: Die Kinderplatte war einfach eine Leidenschaft.
01:18:28: Ich habe ne Tochter und ich bin Songwriter also schreibe ich Kinderlieder.
01:18:31: Die fallen mir einfach auf den Schoß.
01:18:34: Und dann hab' ich irgendwann gedacht jetzt musst du das auch einfach mal zu Ende machen.
01:18:36: Du hast hier sechzehn Kinderlider Jetzt guck doch mal So, dann kamen die Platter raus nie aufturgegangen!
01:18:42: Und jetzt gehe ich los und mach sofa-Konzerte.
01:18:45: sehr viel für mein Crowdfunding, was die Leute gekauft haben und bin überall bei den Leuten zu Hause.
01:18:50: Teilweise sind das fünfzig, siebzig, dreißig Leute, Gartenpartys, was nicht alles... Und da sind immer viele Kinder dabei!
01:18:57: Und die kennen ass alle!
01:18:58: Die kennen alle diese Songs natürlich weil die Eltern Polmab-Fans sind.
01:19:02: und dann kommt eins zum anderen.
01:19:03: aber ich sehe dass die Kinder, dann habe ich so ein paar Dinger gemacht wo die Kinder unglaublich also mich überrascht haben.
01:19:10: ja Es ist ein bisschen peterlos, ich wurde mal gesagt dass er irgendwie mit Kindern nicht arbeiten will.
01:19:14: Dann hat die Bildzeitung denen da fast zerrissen und dann hatte der sich dagegen gewährt.
01:19:18: Er hat gesagt er hat keinen Bock Kinder mit Kindern.
01:19:22: bei Dreharbeiten müssen sie manchmal so gehorchen und das fand der Scheiße.
01:19:28: Und da habe ich gedacht ja wenn Kinder jetzt zu einem Konzert von ihren Eltern da gehalten werden zuzuhören aus Respekt von mir Jetzt hör dem doch mal zu wie du hier hingegangen.
01:19:38: und jetzt kannst du auch nicht solche Situation kannst du dir ja vorstellen, weil ein Kind nach zehn Minuten einfach vielleicht was anderes machen will und so.
01:19:46: Und da bist du einfach zu leise gegen Sonderband wie zum Beispiel deine Freunde.
01:19:52: und dann waren die Kritiker bisher lauter in mir als die Zuversicht.
01:19:56: Aber jetzt habe ich sie aber, die Zu-Versicht!
01:20:00: Ich muss das immer genauer erklären damit Leute verstehen warum ich zu den Ergebnissen komme, zu denen ich komme und ich glaube dass es geil wird und ich schreibe noch eine Kinderplatte.
01:20:09: Das wird wahrscheinlich mein nächstes Projekt, das ich zurzeit zumindest im Kopf habe.
01:20:13: Weil da gibt es jetzt schon wieder Songs und dann gehe ich auf jeden Fall damit mal immer auf Tour.
01:20:18: Ah super!
01:20:20: Dann bestimmt auch im Stadtpark?
01:20:21: Ja wenn die Größe erreiche gerne.
01:20:23: Ja klar.
01:20:24: Mal gucken.
01:20:25: Letzte Frage ein Hamburg bezog du als Wahlhamburger Wenn Du einen Wunsch frei hättest Und in diesem Fall Ein der Wunsche ans Universum Er wird sogar wahr.
01:20:34: Was würdest Du Dir für Dein Hamburg wünschen
01:20:36: Für Mein Hamburg?
01:20:38: dass sie Baustellen so schnell wie möglich abgeschlossen werden, auch ohne Olympia.
01:20:47: Das ist aber optimistisch!
01:20:50: Du hast mich
01:20:51: noch
01:20:52: mal gut gefragt.
01:20:52: Ich finde
01:20:53: dem wunderbar,
01:20:53: weil den werden sehr viele teilen und er ist gar nicht so idealistisch wie ich gedacht hätte und gleichzeitig doch irgendwie.
01:20:59: das unterstütze ich.
01:21:01: Wunsch uns Universum!
01:21:03: Danke für dieses Gespräch.
01:21:05: Danke fürs Interesse die Aufmerksamkeit und gerne und Spaß gemacht.
01:21:11: Wir hören uns sozusagen
01:21:13: bis dahin.
01:21:24: Sein Album Beweggründe erscheint am August, seine Tourdaten habe ich euch in den Schonots verlinkt.
01:21:32: Die Songs Fallrückzieher und Easy könnt ihr schon jetzt hören!
01:21:37: Und wir hören uns mit der Gesellschaft- und Kulturausgabe wieder am September, am August serviert euch Boris Rogosch schmackhafte Kulinarik News zum Hören.
01:21:48: Und ganz wichtig, unsere neue Ausgabe ist im Handel erhältlich.
01:21:52: Unsere Coverboys sind Ernie und Bert Hamburgs wohl sweeteste Knollen-Nasen!
01:21:57: Die beiden habt ihr auch schon gehört in diesem Podcast in der letzten Folge – wenn ihr da noch nicht reingehört habt unbedingt nachholen!
01:22:15: Das Finale Grüße und Liebe gehen raus an unseren Sounds and Pots Post-Producer Stefan Enrichkeit.
01:22:22: An Laura Matamorosch für das Cover-Artwork, Und natürlich an Ingo Pullmann.
01:22:28: Wenn dir diese Folge gefallen hat empfehle sie bitte unbedingt weiter!
01:22:32: An Freundinnen und Freunde Familie abonniere den Podcast, teile ihn.
01:22:36: wir brauchen dich weil du uns damit hilfst dass unsere Hörer und Hörerin uns leichter finden.
01:22:45: Schreib uns gerne, wenn du Ideen hast, Fragen, Themen die du gern in diesem Podcast hören möchtest.
01:22:51: Wir freuen uns wirklich über Post.
01:22:52: mail an hello at soundsandpots.studio.
01:22:56: findet ihr auch in den Shownotes.
01:22:59: und jetzt bleibt gesund und bleibt stark auf
01:23:18: bald!
Neuer Kommentar